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dieses Landes aufgelöst enthalten, oder erzeugt sich in demselben. Man er<halt ihn dadurch, daß man das Wasser solcher See» in Gruben leitet undverdunsten läßt, den mehrsten aber wohl dadurch, daß man den bei demtheilweisen Eintrocknen der Seen während der heißesten Jahreszeit in Krystal-len abgesetzten Borax sammelt. Dieser rohe Borax ist, wie er in den Han«del gebracht wird, mit Thon und einer besondern fetten, durch das über-schüssige Alkali des Borax seifenartig gewordenen Materie verunreinigt, undvon blaulicher oder gelblicher Farbe.
Man unterscheidet drei Sorten des rohen Borax: den indischen Borax,welcher aus kleinen, mehr oder weniger unreinen Krystallen besteht, den ben-galischen oder den Borax von Ehandernagor, in großen rundlichen Krystal-len, und den chinesischen Borax, welcher halbrein ist, und aus 4 bis 2Centimeter dicken Stücken oder Krusten besteht, welche von außen dem Milch-zucker ziemlich ähnlich sehen.
Die Reinigung des Borax wurde lange Zeit von den Venetianern undHolländern als ein Geheimniß betrieben. Sie geschieht aber jetzt auch inandern Ländern, und zwar entweder durch anhaltendes Kochen in Was-ser und wiederholtes Umkrystallisiren, oder indem man ihn im Feuer schmilzt,um den färbenden feiten Stoff zu zerstören, dann auflöst und krystallisirt,oder indem man ihn noch Robiquet's Vorschlag in kaltem Waffer mit ei-nem Zusätze von Kalk wäscht, wodurch die fettige Substanz von dem Natrongetrennt, und in unauflösliche Kaltseift verwandelt wird. Das Ganze wirdumgerührt, und auf ein Haarsieb gegossen, damit die Lauge von dem Boraxablaufe, welcher sodann vollends aufgelöst wird. Um die letzten Antheile vonNatronseift zu zerlegen, wird ^ salzsaurer Kalk zugesetzt, die Flüssigkeit fil-trirt, abgeraucht und krystallisirt.
Seit einiger Zeit wird ein bedeutender Theil des käuflichen Borax vonfranzösischen Fabrieanten auf eine wohlfeilere Weise bereitet, als er bis jetztaus dem ostindischen Tinnil dargcstelli werden konnte. Schon im Jahr 1776entdeckten Höfer und Mascagni, daß mehrere warme Quellen Toscona's,namentlich die zu Cherchicho, Monti - Cerboli und Eastel Nuouo, freie No-raxsäure enthalten, und daß auch die Erde in der Nahe dieser Quellen da-mit geschwängert sey. Diese borarsäurehaltige Erde wird vermittelst desheißen Wassers der Quellen ausgelaugt, und die Lauge bis zum Krystalli-sationspunkte abgedampft, woraus dann die Säure in kleinen graulichenBlättern anschießt. Diese rohe Boraxsäure wird größtentheils nach Frank-reich eingeführt und in dortigen Fabriken mit kohlensaurem Natron, bis zumUeberschusse des letztern, in der Hitze gesättigt. Um die im Handel beliebtengroßen und gut ausgebildeten Krystalle zu erhalten, ist nothwendig, dasVerhältniß dieses Ueberschusses gut zu treffen, und demnächst die Krystallisa-tion recht langsam und regelmäßig vor sich gehen zu lassen. Gewöhnlich läßtman den Borax zweimal krystallisiren, und zwar das letztem»! in großen Mas-sen, weil hier sich größere Krystalle bilden.
Der gereinigte Borax bildet ziemlich große, weiße, feste, halbdurch-