Leuna«
149
angenehmen Gerüche, Benzoesäure enthaltend. In drei TheilenAlkohol wird es fast gänzlich, in Schwefelathcr größtentheilsaufgelöst.
8t^«x liLnxoin vr^nnll. Benzoii-Storar.I^inn. (!I. X. Deo-ln6ri3. Orä. l. ^lunu^iiiu,^«88. tl. IX. (1r<l. 1. Nd«imee»o.
Dieser soll gegenwärtig auch in Sumatra angebaut werden. Er erreichteine mittlere Höhe, und sein Stamm ungefähr die Dicke eines Mannes. DieAeste bilden eine schone Krone; die Rinde ist graubraun, das Holz hart unddicht. Die Blatter sind kurzgestielt, ouallänglich, 5 —6 Zoll lang, ganzrandig,auf der obern Seite dunkelgrün und glatt, auf der untern mit einem kurzenweißen dichten Filze bedeckt. Die Blüthen stehen in zusammengesetzten spar-rigeu Trauben in den Blattwinkeln. Der Kelch ist kurz, glockenförmig, dieNlumenkrone aus vier oder fünf lancettförmigen, am Grunde zusammenhän-genden, auf der äußern Seite, so wie der Kelch, mit einem dichten, sehrkurzen weißen Filze bekleideten Blumenblättern gebildet, auf der innern Seilesind sie glatt und rothlichbraun. Die Frucht ist eine runde, feste und holzigeNuß, die von außen runzlig, bald mehr grau, bald mehr bräunlich gefärbtist; der das Fruchtdehältniß ausfüllende Saame ist gelblich.
Aus diesem Baume wird durch Naschmtte, die man in die Rinde undin das Holz macht, das anfangs flüssige Vcnzoicharz gewonnen. Die besteSorte, die sich durch ihre weiße Farbe und größere Reinheit auszeichnet,wird von 5 und Hährigen Stammen gesammelt, daher man die alternBäume gewöhnlich ausrottet. Ein Stamm kann ungefähr drei Pfund Ben.zo« liefern.
Die Benzo« kommt in großen Stücken zu uns, an deren Oberflächeman noch die Eindrücke der Rohrmattcn bemerkt. Sie ist ganz trocken, hart,leicht zerreiblich, von brüunlichrother, fleckenweise Heller rother Farbe, undhat, je besser sie ist, um so mehr weiße Körner, gleichsam wie Mandeln derGestalt und Größe nach lMandelbenzo«, Il«i,?o« 2!>,)3«!u!c>l<le«) einge-sprengt, welche einen ebenen, etwas fettglänzenden Bruch haben und durch-scheinend sind, wahrend die Hauptmasse undurchsichtig, uneben von Bruche,matt und hin und wieder locherig ist. Der Geschmack ist süßlich, harzig-balsamisch , der Geruch, besonders- wenn sie gerieben oder angezündet wird,durchdringend angenehm, balsamisch-eigenthümlich. Spcc Gew. ^^ 1063.
Die großen, ganz undurchsichtigen, bräunlichen, schwärzliche», nicht mitzenen weißen Körnern versehenen Stulle sind die!<«,«,>«' i„ üxrli!,. DieBenzes verbrennt auf glühenden Kohlen unter Verbreitung eines dicken, wei-ßen, stark und stechend riechenden, zum Husten reizenden Dampfes. DieserDampf ist Benzoesäure.
Die Benzoii ist in Alkohol und Aether auflöslich, die Auflösung wirddurch Wasser milchartig gettübt, und das Harz niedergeschlagen. Die äthe-rischen und fetten Oele äußern auf die Benzoö keine Wirkung. Schwefel-
«. l
X