llill8»lNll»l j)<>1UVlÄlWlU
135
nen äußern Eigenschaften viel litte, so muß man denselben auch in dieserHinsicht prüfen. Man löst den Balsam in seinem sechsfachen Gewichte Wein-geist von 70 Proc. auf, und sättigt die Lösung genau mit einer verdünntenLösung des basischen kohlensauren Natrons. 1000 Gewichtstheile achten Pe-rubalsams müssen 75 Gewichtstheile reinen krystallisirten basischen kohlensau-ren Natrons sattigen.
Vermischt man in der Kälte eine ganz concentrirte Aetzkalilauge mitschwarzem Perubalsam, so entsteht eine scifenartige Mischung, doch wird einebraune, schmierige Masse — Harz — abgeschieden.
Mit concentrirter Schwefelsäure entsteht eine beträchtliche Erhitzung,deren Größe von dem Verhältnisse der gegenseitig angewandten Quantitätenabhängig ist, und es wird viel schwefelige Säure entwickelt. Die Mischunghat eine schön dunkel braunrothe Farbe angenommen, und der Balsam ist ineine künstliche gerbestoffartige Materie verwandelt worden.
Die concentrirte rauchende Salpetersaure läßt sich mit dem Perubalsamruhig vermischen, und die dabei entstehende Erhitzung ist weit geringer, alsbei der Mischung mit Schwefelsäure. Es entwickelt sich etwas Salpetcrgas,aber die weitere Einwirkung geht nur langsam vor sich; destillirt man aberdas Gemisch, so enthält das Destillat neben der mit übergegangenen Salpe-tersäure und salpetrigen Säure viel Benzoesäure und Blausäure. Im Rück-stande befindet sich eine saure harzige Masse.
Die Beimischung von Zuckersyrup ist höchst unwahrscheinlich, denn solange schwarzer Perubalsam und Zuckersyrup mit einander gemengt sind, bil-den sie eine trübe undurchsichtige Mischung, die im Aeußern von schwarzemPerubalsam ganz abweicht, und beim ruhigen Stehen trennen sich beidebald wieder von einander.
Die Gubstituirung eines Kunstgemisches aus Copaiuabalsam, Benzoe,Asphalt u. s. w., wenn es ja vorkommen sollte, würde sich leicht verrathendurch das geringere sp«. Gewicht, da ein solches, statt unterzusinken, aufdem Wasser schwimmen würde; auch würde bei Erhitzung der eigenthümlicheGeruch des Copaivabalsams sich leicht erkennen lassen; es würde, dem ächtenBalsam zu gleichen Theile», oder in noch größerm Verhältnisse zugesetzt,den letztern zersetzen :c.
Nach der Analyse von Stoltze bestehen 1000 Th. des schwarzen Peru-balsams aus schwerlöslichem braunem Harze 24; leichtlöslichem braunemHarze 207; Perubalsamöl 690; Benzoesäure 64; ertractartiger Materie 6;Feuchtigkeit und Verlust 9.
Das schwerlösliche Harz, durch Absetzen aus der Auflösung des Peru-balsams in Weingeist von 75 Proc. erhalten, ist leicht zerreiblich, geruch-und geschmacklos, schmilzt bei mäßiger Hitze unter Verbreitung eines nachNcnzo« riechenden Dampfes, und hinterlaßt bei stärkerer Hitze unter Zer-setzung eine lockere Kohle. Es ist nur in wasserfreiem Weingeiste bei Sie-dehitze löslich, und die erkaltete Lösung wird etwas milchig. ConcentrirteActzlauge wirkt in der Kälte nur wenig darauf, in der Siedehitze aber lost