Lalscuniun Peruvianuin
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Zweigen tiefes Baumes, und wahrscheinlich auch aus denen des bei «»Ka.mum 6«, i'olu zu erwähnenden !>!. tuwifei'un,, durch Auskochen mit Wafferder schwarze Perubalsam, durch freiwilliges Ausstießen aber der weiße Pe-rubalsam gleichfalls aus beiden Bäumen erhalten werde.
Sprengel (Verl. Jahrb. XXV ll. 2. S. 20.) stimmt der Meinungvon Ruiz bei, daß ein und derselbe Baum, von den Einwohnern Hu>»n-czuinc, genannt, beide Balsame, den von Tolu und den von Peru liefere.Auch Humboldt, der sowohl in Peru als in Neu - Granada die Balsam-baume untersucht hat, fand nur eine Art. Diese liefert in Peru den Peru-,in Neu-Granada den Tolu-Balsam. Der Unterschied scheint nach Spren-gel nur von dem verschiedenen Standorte herzurühren; der Standort desBalsambaums in Peru ist 60<X) Fuß höher als um Tolu, auch liegt er ge-rade unter 'Hem Aequator, wahrend Tolu 150 geographische Meilen nördli-cher liegt.
Richard, welcher gleichfalls »ermuthete, daß Peru- und Tolubalsm»von einem und demselben Baume geliefert würde?!, überzeugte sich aus H u m-boldt's Herbarium, daß es zwei verschiedene, obgleich sehr nahe verwandteArten seyen, wovon weiter unten die Rede seyn wird.
Der schwarze peruvianische Balsam, dessen zuerst im Iahv 1580 vonNie. Monardes, Professor in Sevilla, Erwähnung geschieht, hat einedunkel braunrothe Farbe, ist in Tropfenform vollkommen durchsichtig, besitzteinen vanilleartigen Geruch, einen anfangs milden, bitterlich - gewürzhaftcnGeschmack, der aber auf der Zunge und im Schlünde bald in den der rohenBenzoesäure eignen prickelnden Reiz übergeht, hat ein spec. Gew. von I,'.4l)bis I, löt), eine sylupähnliche Dicke und trocknet an warmer Luft nicht ein,Bermitttelst eines Dochtes brennt derselbe lebhaft, verbreitet jedoch dabei ei-nen starken Rauch. Ohne Docht brennt er erst dann bei Annäherung ei-ner Flamme, wenn er bis zur Zersetzung erhitzt worden.
Kaltes Wasser, noch mehr aber heißes Wasser löst aus dem damit ge-schüttelten Perubalsam Benzoesäure und auch Spuren der andern Bestand-theile des Balsams auf, doch kann ihm alle Benzoesäure nur durch einen Zu-satz von Kalien entzogen werden; er verhalt sich also hierin ganz der natür-lichen Benzo« analog. Durch heißes Wasser allein kann nie eine Theilungdes Balsams in seine Bestandteile, sondern nur in eine auf der Oberflächedes Wassers erscheinende Haut, und in einen zu Boden fallenden Theil be-wirkt werden; beide sind aber von gleicher Beschaffenheit, und die obenauf-schwimmende Haut wird nur vermöge der Adhäsion auf der Oberflache desWassers erhalten.
Gchwefeläther löst nur einen Theil, gewöhnlicher weingeisthaltiger Aetheretwas mehr von dem Balsam auf.
Absoluter Weingeist mischt sich mit dem Balsam in allen Verhältnissen:erst nach einiger Zeit setze« sich eine unbedeucende Menge brauner Stäub-chen ab.
Je mehr der Weingeist verdünnt ist, desto mehr verliert er die Fähig-