^IV Vorrede zur lateinische!: Pharmakopoe
es, die Art der Zubereitung der Arzneimittel mit den Grund-sätzen der Wissenschaft und den Regeln der Kunst in Uebercin-stimmung zu bringen, so daß zugleich die durch die Erfahrungenvon Jahrhunderten berühmten Zusammensetzungen vollständig undohne alle Abänderung erhalten würden.
Da aber fast taglich neue Heilmittel und neue Bcreitungs-wcisen der Medicamente bekannt gemacht werden, so ist gesetz-mäßig dafür gesorgt, daß nach einigen Jahren eine neue Aus-gabe der Preußischen Pharmakopoe veranstaltet werde. Deswe-gen hat der von unsers Königs Majestät mit der Oderaufsichtüber das Medicinalwesen in diesen Landen beauftragte MinisterFreiherr Stein von Alten st ein Excellenz befohlen, daß einigein der Medicin und in der Naturwissenschaft erfahrene Männerüber diese neue Ausgabe der Pharmakopoe sich berathcn sollten.Zu diesem Geschäfte waren die Doctoren der Mediän und Apo-theker: Berends, Formen, zum Director dieses Collegiumsernannt, von Gräfe, Hermbstädt, Hörn, Hufeland,Link, Schrader, St ab er oh berufen. Die Kränklichkeit undder frühzeitige Tod des Directors verhinderten, daß das Ge-schäft nicht schnell genug vollzogen werden konnte. Endlichwurden Hufcland und der am Ende der Vorrede Unterschrie-bene mit der Vollendung beauftragt, was sie mit Hülfe des be-rühmten Chemikers Witsche rlich und des ausgezeichneten Phar-maceuten Stab er oh zu Stande gebracht haben.
Es ist noch übrig, daß die Grundsätze, welche man beidieser neuen Ausgabe befolgt hat, mit wenigen Worten ausein-ander gesetzt werden.
Aus der Reihe der Arzneimittel der vorigen Ausgaben ha-