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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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I^yuor ^uri muriatici

angezeigt. Was hierbei wegen der salzsauren und phosphorsauren Salze,die in solchen zu prüfenden Flüssigkeiten vorkommen können, zu beobachten,ist bereits im 1. Th. S. 106 angezeigt worden.

Das schwefelsaure Silberoryd, dessen Bereitung aufder Schwer-auflöslichkeit dieses Salzes beruht, indem es 88 Th. kochenden Waffers zuseiner Auflösung bedarf, schlägt sich sogleich, wenn es gebildet wird, dadurchnämlich, daß die mächtigere Schwefelsäure das Silberoryd der Salpetersäureentzieht, zu Boden, und kann mit kaltem Wasser, jedoch nicht ganz ohneVerlust, ausgewaschen werden. Das schwefelsaure Silberoryd krystallisirtaus der heißen Auflösung beim Erkalten in kleinen Nadeln. Als Reagenswird es es eben so gebraucht, wie das salpctersaure Silberoryd, jedoch nurselten, nämlich in den Füllen, wenn ein schwefelsaures Salz auf Salzsäuregeprüft werden soll.

Zu gleichem Zwecke wird auch wohl das essigsaure Silberoryd ge-braucht. Dieses Salz wird erhalten, wenn man kohlensaures Silberorydin Essigsäure auflöst, oder auch, wenn man eine Auflösung von 1 Th. sal«petersaurem Silberoryd mit einer Auflösung von 1 Th. essigsauren Kalisin 4 Th. Wasser gemischt, und den dabei (wegen der geringen Austöslichkeicdes essigsauren Silberoryds) entstehenden pulverigen Niederschlag auf einen,Filter sammelt, zwischen Druckpapier preßt, um ihn von der anhängendenFeuchtigkeit zu befreien, und im Dunkeln trocknet. Aus der Auflösungschießt dieses Salz in weißen nadelförmigen Krystallen an, die Perlmutter-glänz haben, und leicht und voluminös sind. Es erfodert 100 Th. kalteöWasser zu seiner Auflösung. Man zieht dasselbe als Reagens dem salpeter-sauren Silberoxyde in den Fällen vor, wo man durch das mit der Essig-säur« neu entstehende und als Rückstand zu gewinnende Salz leichter bestim-men kann, ob die Ehlorwafferstoffsaure an Kali oder an Natron gebundengewesen ist, z. B. bei Untersuchung von Mineralwässern.

I^unl ^uri muliati«. Salzsaure Goldauftösung.

Dukatengold werde in Salpetersäure und gereinigtem Sal-miak/beide in gleichem Gewichte, gemischt, aufgelöst, soviel alsaufgelöst werden kann. Die Auflösung werde bei gelinder Warmezur Trockne verdampft, das Salz werde in destillirtem Wasseraufgelöst, und in gut verschlossenen Gläsern an einem schattigenÖlte Aufbewahrt. ______

Zur Auflösung des Goldes bedient man sich des sogenannten Königs-wassers, dessen schnelle und unmittelbare Zusammensetzung aus 2 Th. Chlor-wasserstoffsäure und 1 Th. Salpetersäure bereits auf S. 166 angegebenworden ist. Die Auflösung muß zur Verflüchtigung der überschüssigenSäure zur Trockne abgedampft werden, und das rückständige Salz ist Gold-chlorib ssalzsaures Goldoryd), Es wird von Wasser mit gelber Farbe auf-gelöst, die von einem Ueberschusse an Saure blasser wird, und welche in