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Weist erhaltene Niederschlag nicht mit dem durchs Glühen bereiteten Zink-oryde überein, es wurde also in der neuen Auflage der Pharmakopoe von18N4 vorgeschrieben, den erhaltenen Niederschlag nach gehörigem Aussüßendurchs Glühen von der Kohlensäure zu befreien. Da aber der gereinigteschwefelsaure Zink gewöhnlich noch eisenhaltig ist, welches Metall gleichfallsdurch das Alkali ausgeschieden wird, und beim Glühen des Zinkoxydes dem-selben eine bleibende gelbe Farbe eltheilt, so wurde in der dritten Ausgabeder preußischen Pharmakopoe vom Jahr 1813 das Verfahren dahin abge«ändert, daß zu 9 Th. schwefelsauren Jinkoxyds 1 Th. salpetersaures Kaligemischt und mit einander geglüht werden sollten. Unsere jetzige Pharma»kopöe hat sowohl das auf trocknem als auf nassem Wege bereitete Zinkoxydaufgenommen, und bei dem letzteren gleichfalls das Glühen mit Salpetervorgeschrieben. Bucholz (Almanach für 1816. S. 114.) hat diese Vor»schrift richtig und praktisch gefunden, er verlangt aber, daß das Gemengeaus schwefelsaurem Zink und Salpeter bis zum Weißglühen erhitzt werdensolle. Eine solche Hitze kann aber ohne besondere Vorrichtung nicht er-langt werden, und daß das Glühen der Mischung in den gewöhnlichenWindöfen nicht den Zweck vollständig habe erreichen lassen, dafür sprechendie mancherlei Vorschlüge, die von verschiedenen Chemikern zur Entfernungalles Eisens aus dem schwefelsauren Zinkoxyde gethan worden sind. Wennnun auch mir selbst die völlige Ausscheidung des Eisens auf dem von derPharmakopoe vorgeschriebenen Wege schon früher nicht gelungen, so habeich doch jetzt wiederholentlich diese Methode befolgt, und das Gemenge ausschwefelsaurem Zinkoxyde und Salpeter, selbst mit einem vermehrten Ge-halte an letzterem, einem mehrstündigen Rothglühfeuer in einem gewöhnli«chen Windofen ausgesetzt, jedoch auch jetzt den vorgesetzten Zweck vollstän-dig nicht erreichen können. Zwar zeigte die rothe Farbe der geglühtenMasse, daß Eisenoxyd ausgeschieden worden sey, die filtrirte Auflösung warjedoch nicht völlig eisenfrei, sondern durch Gallustinctur wurde in derselbenEisengehalt, wenn gleich ein geringer, angezeigt. Unser« Pharmakopoeverlangt, daß Gallustinctur und Aetzammoniak, zu derselben Portion Auf-lösung hinzugesetzt, einen weißlichen Niederschlag hervorbringen sollen, indes-sen wird aus dem reinsten schwefelsauren Zinkoxyde auf diese Weise sogleichein gefärbter Niederschlag erhalten, wenn etwas mehr Aetzammoniak, alsgerade zur Fällung des Zinkoxyds erfoderlich ist, zugesetzt worden, was nichteintritt, oder doch nur in einem schwächeren Grade, wenn zu der filtrirtenZinkaustösung erst Aetzammoniak und dann Gallustinctur hinzugesetzt wor-den; auch bleibt über dem grünbräunlich oder bräunlich gefärbten Nieder-schlage eine gefärbte Sauge stehen. Die Ursache dieses verschiedenen Verhal-tens wurde bald gefunden, als mit reinem destillirtcm Wasser stark ver-dünnte Gallustinctur mit Aetzammoniak versetzt wurde, wo sogleich, ver-möge der Einwirkung des Aetzammoniak« auf den Farbestoff in der Gallus-tinctur, die Flüssigkeit eine dunkle Farbe annahm. Ich halte daher dafür,daß die Gallustinctur allein, ohne Zusatz der Aetzammoniakflüssigkeit, am be-