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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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1'inctura OM croe»t»

Digerire drei Tage hindurch, dann siltrire. Bewahre sie vor«sichtig auf.

Sie fey von gelber, wenig brauner, Farbe.

Anmerkung. Jede Unze enthält das Austösliche aus un-gefähr zwei und einem halben Gran Opium.

I'inetur» Opii crncata. Safranhaltige Opiumtinctur.(I«nuä»nu!n liczuiclum 8^äenli»mi.)Nimm: gepulvertes Opium vier Unzen,Safran anderthalb Unzen,Gewürznelken,Zimmtcassia, sammtlich zerstoßen, von jedem zwei

Drachmen,unverfälschten Malagawein acht und dreißigUnzen.Gieße auf und digerire, bis das Opium soviel als möglich aus-gelöst ist. Dann ersetze, soviel es an Gewicht durch Verdun-stung verloren haben wird, durch einen Zusatz von destill ir-rem Wasser. Endlich presse aus, und nach dem Absetzenlassensiltrire. Bewahre sie vorsichtig den Verordnungen gemäß auf.

Sie fey von gelb-duntelbrauner Farbe. Spec. Gew. 1,045 t,055.

Anmerkung. Die Drachme enthalt das Austösliche aussechs Gran Opium.Die Gabe bis zu zwanzig Tropfen.

Hermbstädt hat bei dieser Tinctur darauf aufmerksam gemacht, daßder Wein nicht vermöge seiner geistig«« Theile, sondere vermöge seines Ge»Halts an Aepfelsäure, die auch in den sogenannten Sekten nicht mangelt,wirksam sey, indem die Aepfelsäure sowohl den freien als auch den an Me»konsäure gebundenen Antheil de« Morphins in sich aufnimmt und damitleicht lösbares üpfelsaures Morphin erzeugt, welches nun, mit der Mekon-säure gemengt, in der übrigen Flüssigkeit des Weins gelöst die Wirksamkeitder Tinctur begründet.

Da das Polychroit des Safrans durch das Sonnenlicht zerstört wird,so muß diese Tinctur gegen dasselbe geschützt aufbewahrt werden.

Zu bemerken ist noch, daß da« nach dieser Vorschrift bereitete Laudanumbedeutend weniger Opium enthält, als das Laudanum der vorigen Pharma-kopoe, welches in einer Drachme das Auflösliche aus IN Gran Opium ent-hielt, l, Gran Opium war demnach in 6 Granen des vorigen Laudanum«