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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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und wenn man eine hinreichende Menge davon gesammelt hat, so löst manwieder in Wasser auf, kocht die Lauge mit frisch ausgeglühtem Kohlenpul-ver bis zur Entfärbung, und krystallisirt von neuem.

Die Bildung dieses Doppelsalzes beruht einfach auf der Verwandtschaftder Weinsäure zum Natron, welche stärker ist, als die Verwandtschaft derKohlensaure zum Natron; es wird also der eine Antheil Weinsäure vonden 2 Antheilen der im Weinsteine mit dem Kali verbundenen Weinsäure,der nur lose, gleichsam durch das Wasser gebunden ist ».siehe Ilirtaru» 6«-purlltu»), sich mit dem Natron des kohlensauren Natrons zu vereinigen stre-ben, daher denn sogleich, wenn Weinstein und kohlensaures Natron in flüs- 'sigem Zustande in Berührung kommen, eine gegenseitige Zersetzung beiderSalze entstehen muß, wodurch einfach weinsaures Kali und einfach weinsau«res Natron, welche beide sich zu einem Doppelsalze vereinigen, gebildetwerden, die Kohlensäure aber gasförmig ausscheidet, und das Aufbrausenerregt. Damit dieses letztere Glicht zu stark werde, und ein Uebersteigen derLauge herbeiführe, muß der Weinstein nur in kleinen Antheilen zu dem Na-tron hinzugesetzt werden. Ein geringer Ueberschuß an Natron in der Laugeist zwar nicht durchaus nochwendig, aber doch nützlich, indem er nicht nurdie Ausscheidung des weinsauren Kalkes befördert, sondern auch die Bildunggrößerer Krystalle begünstigt. Der erste Anschuß giebt am besten ausgebil«dete Krystalle, die auch stets von weinsaurer Kalkerde frei sind.

Der Natronweinstein krystallisirt in ansehnlichen, durchscheinenden, farb-losen, 6-, 8- und inseitigen Säulen, die oft der Länge nach nur zur Hälfteangeschossen sind; der Bruch ist muschlig, glasglänzend, und ähnelt demdes Borax und des Alauns so sehr, daß man Bruchstücke von diesen Sal-zen dem äußern Ansehen nach nicht unterscheiden kann, sondern nur durchdas Verhalten im Feuer. Das Seignettesalz hat einen gelind salzigenkühlenden Geschmack, An der Luft verwittert es. nur unvollständig, schmilztaber in der Hitze leicht in seinem Krystallwasser, und wi'.d in Feuer zer»setzt. Gegen Säuren verhält es sich wie das einfach weinsaure Kali; dasNatron verbindet sich nämlich mit der zugesetzten Säure, und die an dasNatron gebunden gewesene Weinsäure verbindet sich mit dem einfach wein-sauren Kali zu doppelt weinsaurem Kali, zu Weinstein, welches'ausschei-det. Es ist in 2^ Th. kaltem und in weit weniger warmen Wasser auf-löslich. Es besteht nach Schulze lGehlen's N. I. d. Ehem. IV. 1805.S. 213.) aus: 14,3 Kali; 13,3 Natron; 41,3 Weinsäure und 31,3 Wasser.Nach Vauquelin besteht das wasserleere Salz aus 54 weinsaurem Kaliund 45 weinsaurem Natron; dieses ist also zusammengesetzt aus 1 At. was-serleerem weinsaurem Kali (— 1426,863) und 1 At. wasserleerem wein-saurem Natron (— 1227,844), es erhält also die Zahl ^^.^»f —2654,707; das hieraus berechnete Verhältniß der Bestandtheile ist: 53,75weinsaures Kali und 46,25 weinsaures Natron oder: 22,22 Kali; 14,72Natron und 63,08 Weinsäure. Das krystallisirt« Salz ist zusammengesetztaus 1 At. einfach weinsaurem Kali (-- 1426,863), 1 At. einfach wein-