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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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l'Ärtarus boraxatu»

1 Pfund 9^ Unze, oder 2N Unze Weinstein. Bucholz hielt dieses Dop-pelsalz für ein bloßes Gemenge von saurem weinsaurem Natron und borax-saurem Kali, welche beide Salze durch Austausch der Bestandtheile gebildetwürden, und er nennt daher den Borarweinstein: saures, boraxsaures Kalienthaltendes, weinsteinsaures Nation. Schon Vogel (Schw. I. XVlll.S. 189.) machte aber gegen diese Ansicht Einwendungen und zeigte durchVersuche, daß die starken Mineral säuren, Schwefelsäure, Salpetersäure,Salzsäure, keinen Weinstein fällen, sondern daß dieser allein durch zugesetzteWeinsteinsäure erzeugt werde. Aus der Auflösung dieses Salzes, die leichtschimmelt, setzt sich, wenn sie concentrirt ist, in kurzer Zeit eine nicht un»beträchtliche Menge eines weißgrauen Niederschlages ab, welcher vonBucholzfür saures weinsteinsaures Natron, von Vogel für weinsteinsauren Kalkerklärt wird. Geiger bemerkt, daß die beträchtliche Menge des öftersaus der Lösung mit der Zeit sich ausscheidenden Niederschlages die AngabeVogel'« bezweifeln lasse, um so mehr, als der Niederschlag sich auchdurch einen deutlich sauren Geschmack auszeichne. Gleichzeitig führt Gei-ger an, daß ein« von ihm vor 10 Monaten bereitete sehr concentrirte>sung zwar auf der Oberfläche Schimmel ansetzte, daß sich aber keine Spurvon Niederschlag gebildet hatte.

In Frankreich wird der Borarweinstein aus Weinstein und Borsäurebereitet, und zwar nach dem französischen Ouäex mßüie2m«ntHiiu3 aus 5Th. des ersteren gegen 1 Th. des letzteren; nach Vogel 4 ! 1. Diese«Salz ist nicht so zerstießlich an der Luft, aber noch leichter auflöslich inWasser, als das nach unserer Pharmakopoe bereitete, und es ist nach Sou-heiran (Geiger's Magazin VIII. S. 221.) eine Verbindung von ungefährgleichen Atomen einfach weinfaurem Kali und wein saurer Borsäure, worindas Kali und die Borsäure gleiche Quantitäten von Sauerstoff enthaltensollen, was jedoch nicht mit den zur Bereitung des Salzes angewandtenMengen übereinstimmt. Die Borsäure zeigt hier, wie manche der schwä»cheren Metallsäuren (Oryde negativ-elektrischer Metalle) die Eigenschaft,sich als Salzbasis mit der mächtigeren Weinsäure zu verbinden.

Verunreinigungen des Borarweinsteins können seyn weinsaurer Kol?und auch Weinstein, der aus der Auflösung in 3 Th. kalten Wassers sichabsondert, und metallische Beimischungen, wenn bei der Bereitung metalli-sche Geräthschaften angewendet worden, die durch wasserstoffschwefligesGchwefelammonium entdeckt werden. Zinn wird durch Goldauflösung, Ei'sen und Kupfer werden durch Eyaneisenkalium und Gallustinctur ange°z«>gt.

Zur innerlichen Anwendung wird dieses Doppelsalz in der Auflösungverordnet, da die Zerstießlichkeit die Anwendung desselben in Pulver- undPillenform verhindert; auch darf die Auflösung nicht in metallenen Möp-sern bewirkt werden.