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das Auflösungsmittel, und das hydrothionfaure Antimonoxydul fällt nichtals solches, sondern, indem Sauerstoff und Wasserstoff zu Wasser zusam«mentreten, als Schwefelantimon zugleich mit dem Schwefel aus dem Kali»salze nieder. Aber auch hier ist dasselbe wie bei 8uIvKul ^i-Heei^iwtum zuerinnern, daß wir dann eben so viele Verbindungsstufen zwischen Schwefelund Wasserstoff anzunehmen genötbigt sind, als zwischen Schwefel und Ka-lium bestehen.
(Bergt, noch Vogel in Schw. I.XXXIIl.S.291.; Geigerin Buchn.Repert. IX. S. 274.; Pagensteche« in Buchn. Repert. XlV. S. 212.)
Zur Bereitung des Mineralkerme« werden nach Vorschrift unsererPharmakopoe 8 Unzen metallische« Spleßglanz, 4 Unzen gewaschene Nchwe»felblumen und 6 Unzen trockne« kohlensaures Natron, dessen Menge selbstbis aufs Doppelte vermehrt werden kann, gut zusammengerieben, und dasGemenge wird bei einem mäßigen Feuersgrade geschmolzen, die geschmolzeneMasse ausgegossen, nach dem Erkalten in zehn Pfund kochenden Wassersgetragen, unter fleißigem Umrühren eine Viertelstunde gekocht und nochheiß filtrirt. Dieses Auskochen der Masse mit der jedesmal von dem wäh»rend des Erkalten« ausgeschiedenen Niederschlage abgesonderten Lauge wirdviermal wiederholt. Die gesammelten Niederschläge werden mit lauwarmendestillirten Wasser abgewaschen, bei maßiger Wärme getrocknet und aneinem schattige» Orte in gut verstopften Gefäßen aufbewahrt.
Das hier vorgeschriebene Verhältniß des Schwefels zum Antimon istmehr als hinreichend, daß bei Einwirkung der Wärme das erste Schwefel»antimon, Schwefelspießglanz, gebildet werde. Bei dem Zusammenschmelzendesselben mit dem Natron oxydirt sich eine Portion Antimon auf Kosten desNatrons; es bildet sich antimonsaures Natron, und zugleich eine Verbin«tung von Antimonoxyd mit Schwefelantimon, wobei der mit dem jetzt ory»dirten Antimon verbunden gewesene Schwefel mit dem aus dem Natron re-ducirten Natrium sich zu Schwefelnatrium verbindet, welches mit dem Ue-berreste des Schwefelantimons eine Verbindung eingeht, ein Doppelfulphu»«tum, aus Schwefelnatrium und Schwefelantimon bestehend, bildet, worindas Schwefelantimon dreimal so viel Schwefel enthält als das Schwefelka-lium. Dieses Doppelsulphuretum wird durch zugesetztes Wasser zersetzt; eslöst sich Schwefelnatrium in der Flüssigkeit auf, und nimmt eine PortionVchwefelantimon in die Flüssigkeit mit, dessen Menge größer ausfällt, jenachdem die Flüssigkeit mehr concentrirt ist, und weit mehr bei der Siede-hitze, als bei der Kälte beträgt. Man kocht daher die Masse mit Wasser,und filttirt sie noch kochend durch ein vorhex bis -j- 1U0° E. erhitztes Fil-trum. Dlls Durchgehende ist klar und ungefärbt oder nur wenig gefärbt,aber es wird in wenigen Augenblicken trübe, und setzt Schwefelantimon —Keimes — in leichten, braunen Flocken «b. Wenn die Flüssigkeit, auswelcher sich der Kermes abgesetzt hat, mit dem unaufgeldsten Rückstandewieder gekocht wird, so nimmt das Schwefelnatrium eine neue PortionSchwefelantimon auf, welches sich beim Erkalten wieder absetzt, und dieses