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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Das phosphorsaure Natron ist lange bekannt gewesen, ehe man seinewahre Natur kannte. Hellot fand es 17Z7 als einen Bestondtheil desHarns. Haupt führte es, wegen seiner Eigenschaft vor dem Löthrohre zueinem grauen undurchsichtigen perlfarbenen Kügelchen zusammenzuschmelzen,unter dem Namen Perlsalz (8»I mii-alüle p«rl-»tum) 1740 an; Marg-graf untersuchte es 1745, sowie Rouelle 1776 und letzterer folgerte ausseinen Versuchen, daß es phosphorsaures Natron sey, welchem Proust,der es 1781 für ein borarsäurehaltiges Salz erklärte, widersprach, bis end-lich Klaproth 1735 dieses Salz aufs neue untersuchte und zeigte, daßes phosphorsaures Natron sey, welche Angabe auch kurz darauf vonScheele bestätigt wurde. Ungefähr 1783 wendete vr Pearson in Lon-don, das phosphorfaure Natron wegen seines milden weniger widrigenGeschmacks, als das Glauber - und das englische Salz, und wegen seinerpurgirenden Eigenschaft, als ein gutes Purgirmittel an, wozu er die ausKnochen geschiedene Phosphorfaure mit s oder 4 Th. kohlensauren Natrons,letzteres etwas überschüssig, mit einander vereinigte.

Das phosphorsaure Nation findet sich in mehreren thierifchen Flüssig-keiten,, vorzugsweise in dem menschlichen Harne.

Zur Bereitung dieses Salzes giebt Berzelius folgende Vorschrift:Man übergießt 3 Th. gebrannte Knochen mit 2 Th. concentrirter Schwe-felsäure, welche mit 24 Th. Waffer verdünnet worden, und digerirt dasGemenge 24 Stunden lang unter fleißigem Umrühren, seiht es dann durchLeinwand, und laugt den ungelösten Gyps wohl mit Wasser aus. Diedurchgegangene Flüssigkeit wird dann abgedampft, so daß der größte Theildes aufgelösten Gypses sich absetzt; hierauf wird dieselbe wieder filtrirt, mitWasser verdünnt und mit kohlensaurem Natron gefällt. Die saure Flüssig-keit, welche Phosphorfaure, phosphorsaure Kalkerde und etwas Gyps ent-hielt, wird durch das Natron zerlegt, so daß die phosphorsaure Kalkerde,mit etwas kohlensaurer gemengt, niedergeschlagen wird, das phosphorsaureNatron aber, mit einem geringen Antheile schwefelsauren Natrons gemengt,in der Lösung zurückbleibt; diese wird filtrirt und zum Krystallisiren abge-dunstet. Während des Verdunstens trübt sich bisweilen die Flüssigkeit vonneuem, indem das Natron erst durch die Wärme unterstützt den letztenAntheil der Kalkverbindung zu zersetzen vermag.

Nach der Vorschrift unserer Pharmakopoe wird die gleichfalls aus Kno-chen gewonnene, aber durch Behandeln mit Alkohol von dem phosphorsau-ren Kalke befreite Phosphorsäure mit kohlensaurem Natron neutralisirt,was in einem zinnernen Kessel vorgenommen werden kann. Da indessen derphosphorsaure Kalk, der noch in der aus Knochen gewonnenen Phosphor-faure vorhanden ist, durch das kohlensaure Natron niedergeschlagen wird,sobald sich dieses mit der Phosphorsäure, die dem phosphorsauren Kalkeals Auflösungsmittel diente, verbindet und dieselbe neutralisirt, so wirdauch nach dem von Berzelius angegebenen Verfahren ein von phosphor-saurer Kalkerde freies Salz erhalten werden. Die neutralisirte Lauge muß