Druckschrift 
2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
Entstehung
Seite
559
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

^iltllim Lceticum

559

und die Mischung werde in einem Glase geschüttelt, bis sie er-kaltet ist. _______

Jede Unze dieses Schleims hält fünf Gran Salep aufgelöst.

IVlltlum »coticum. Essigsaures Natron.

slei-rl» folinw l'llrtaii cr78t»I1i8»tl». Krystallisirte Weinstein«blattererde. ^eet»» natriou» euni H^u».)Nimm: rohes kohlensaures Natron, soviel als du willst,bestillirten Essig, soviel als zur Neutralisation er-fodert wird.Die siltrirte Flüssigkeit werde nach den Regeln der Kunst inKrystalle gebracht; diese bewahre getrocknet in einem gut ver-stopften Gefäße auf.

Es müssen weiß« Krystalle seyn, verwitternd, in drei TheilenWasser und in vier und zwanzig Theilen Alkohol auflöslich,von metallischen Verunreinigungen gänzlich, von den fremdarti-gen, in dem rohen kohlensauren Natron vorkommenden, Sal-zen, soviel als möglich, frei, was wie in dem rohen kohlensau»«n Natron erkannt wird.

Die mehresten Chemiker schreiben die Entdeckung des essigsauren Na»trons Baron im Anfange des 18. Jahrhunderts zu. Der wahre Entdec-ker scheint jedoch Friedrich Meyer zu Osnabrück gewesen zu seyn, derdieses Salz durch dirctte Verbindung des destillirten Essigs mit kohlensau-ren Natron zusammensetzte. 1787 schlug Schiller vor, dieses Salz durchdoppelte Wahlverwandtschaft aus dem essigsauren Kali und schwefelsaurenNatron zu gewinnen. Dörffurt gab I79Z eine andere Methode an, esaus dem essigsauren Blei durch kohlensaures oder schwefelsaures Natron zugewinnen, wo die von dem niedergeschlagenen kohlensauren oder schwefelsau-ren Bleioryde abfiltrirte, das gebildete essigsaure Natron enthaltend« Flüs-sigkeit mit schwefelwasserstoffhaltigem Wasser so lange versetzt werden sollte,bis das Blei völlig ausgefällt worden. Diese Bereitungsweise wurde auchvon Bucholz angenommen, er bemerkt jedoch mit Recht, daß nur auf-merksame und geschickte Arbeiter dieselbe befolgen dürfen. 1 Th. Nleizuckerwird in einem kupfernen oder zinnernen Kessel in 6 bis 8 Th. kochendenWassers aufgelöst, und wenn dieses geschehen, setzt man zu der heißen Auf-lösung so lange eine noch heiße Auflösung von schwefelsaurem Natron in 2Th. heißen Wassers, als in einer filtrirten Probe der Flüssigkeit durchsolche noch ein Niederschlag entsteht (23tz Pf. Bleizucker erfodern 20z, Pf.Glaubersalz, beide krystallinisch; nämlich 1 At. Bleizucker 2375,121ssiehe riumt,. »ceUeum äep.) erfodert 1 At. Glaubersalz «--? 2016,858