Nor8uli antimoniille« Ilui^<eUi
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sung, die nach Dublanc das Morphin mit Gerbestoff vereinigt enthaltenmußte, abgeraucht war, erstaunte man, zu sehen, daß die Salpetersäurenicht die kleinste Spur Morphin darin anzeigte. Eine gewisse Menge Harn»stoff war darin mit eingemengt. Die Flüssigkeit im Gegentheil, aus wel-cher sich der Niederschlag gebildet, zeigte sehr merkliche Spuren von Mor-phin. Diese unerwarteten Erfolge rührten unbezweifelt- von der Löslichkeitdes Niederschlages in der freien Säure, welche die geistige Ausziehung desUrins enthalt, her, und denselben Erfolg bewirkt auch schwache Essigsaure.Dieses von Dublanc angegebene Verfahren gewährt demnach keineSicherheit, wozu noch kommt, daß nach Wittstock's oben erwähnter An-gabe nur die narkotinhaltenden Morphinsalz« durch Gallustinctur getrübtwerden, und daß also die Anwendbarkeit dieses Reagens auf Morphin we-nigstens sehr zweifelhaft geworden ist. Wenn auch die von Robin et ent-deckte eigenthümliche Reaction des Morphins und seiner Salze auf die Ei-senoxydsalze ein sicheres Mittel zur Entdeckung dieses Stoffes angeben sollte,so können doch da, wo es das Schicksal eines Angeklagten gilt, niemalsWahrscheinlichkeiten, von den durch chemische Reagentien hervorgebrachtenErscheinungen abgeleitet, für hinreichend erklärt werden, da auch andereKörper ahnliche Erscheinungen hervorbringen können, und es sind unwider-legbare Beweise, durch Darstellung des Giftes selbst, erfoderlich. Zur Ge-winnung des Morphins aus verdachtigen Flüssigkeiten kann nur immer dieGewinnung desselben aus dem Opium zur Richtschnur dienen, doch ist hier-bei überall große Umsicht nöthig, daß man also den Niederschlag etwa odergegentheils die Flüssigkeit, in welcher der Theorie zufolge kein Morphin ent-halten seyn könne, nicht gleich ohne alle weitere Prüfung als unbrauchbarwegwirft, z. B. den zur Fallung der färbenden Stoffe durch essigsauresBleioxyd erzeugten Niederschlag, oder das Schwefelblei, durch das in dieFlüssigkeit zur Abscheidung des im Ueberschusse zugesetzten essigsauren Blei-oryds geleitete Schwcfelwasserstoffgas entstanden u. s. w. Zur Ausscheidungkleiner Mengen Morphins aus salzartigen möglichst concentrirten Verbin-dungen ist das Ammoniak anzuwenden, da aus der damit versetzten Lauge,die, wenn es nöthig ist, etwas erwärmt wird, in der Ruhe auch kleine Men-gen Morphin ausscheiden. Es verdient in diestr Hinsicht das Ammoniakden Vorzug vor der gebrannten Magnesia, da diese eine kleine Menge Mor-phin leicht so einhüllen, gleichsam mit sich verbinden könnte, daß der Alko-hol bei der Digestion keine Einwirkung auf dasselbe äußern kann. Immermuß das ganze Verfahren dahin gerichtet seun, das Morphin nicht etwabloß durch Reagentien zu erkennen, sondern dasselbe i» Substanz darzustelle».
5 Nnrzuli antimoniales Xunlielii. Kunkel's Spieß-
glanzmorsellen.
Nimm: weißen Zucker ein Pfund,
gemeines Wasser ein halb Pfund.