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Noi^lnum »ceticmn
schießt, und beim Verdünnen der Flüssigkeit mit Wasser in Pulvergestaltniederfällt, welche Operation nach vorgangigem Abdampfen so lange wie-derholt werden muß, bis selbst Morphin niederfallt, oder auf die weiterunten anzugebende Weise gereinigt.
Wittstock bemerkte an dem Narkotin die Eigenschaft, von Kochsalz-ausiösung niedergeschlagen zu werden, und hierauf gründete er eine Berei«tungsart eines narkotinfreien, Morphins, welche von unserer Pharmakopoeaufgenommen worden ist, und die in Folgendem besteht: 1 Th. gepulvertesOpium wird mit 8 Th. Wasser, dem ^ Th. concentrirter Chlorwafferstoff-säure zugesetzt ist, 6 Stunden lang digerirt. Nach dem Erkalten wird diedunkelbraune Extraction abgegossen, und die ganze Operation noch zweimalwiederholt. In den vermischten Ertractionen werden hierauf 4 Th. Koch-salz aufgelöst. Die milchig gewordene Flüssigkeit klärt sich nach einigenStunden, indem sich ein brauner käseartiger Niederschlag absondert; die da-von abgegossene Flüssigkeit hat die Farbe von Franzwein. - Sie wird nunmit Ammoniak im Ueberschusse versetzt, etwas erwärmt und 24 Stunden ste-hen gelassen, worauf man die Flüssigkeit vom Niederschlage absiltrirt, die-sen mit ein wenig kaltem destillirtem "Wasser auswäscht und trocknet. DieMenge desselben betrügt gewöhnlich ^ vom Gewichte des Opiums. Er wirdhierauf mit 2 Th. alkoholisirtem Weingeiste vollständig ausgezogen, wobeiH vom Niederschlage zurückbleibt, der aus mekonsauien, üpfelsauren undphosphorsauren Salzen und Farbestoffe besteht. Die Tincturen werden heißsiltrirt, und lassen beim Erkalten Krystalle ausscheiden. Von diesen abge-gossen werden sie der Destillation unterworfen, und geben nach Abzichungdes Alkohols noch mehr krystallinischcs wenig gefärbtes Morphin, von dem^ bis ^ von dem angewandten Opiumpuluer erhalten wird. Es kann das-selbe indessen noch etwas Narkotin enthalten, zumal wenn man anfangs denOpiumauszug nicht völlig mit Kochsalz gesättigt hatte. Man löst daherdas erhaltene Morphin in mit 4 Th. destillirten Wassers verdünnter Chlor-wasserstoffsäure auf, und läßt die siltrirte Auflösung erkalten, wobei dasGanze zu einer federartigen Salzmasse gerinnt, welche man zwischen Lein-wand und Löschpapier stark auspreßt, wobei das mit der Säure nicht kry-stallisirende Narkotin mit der Lauge abfließt. Sollte die Auflösung zu ver-dünnt seyn und nicht gerinnen, so muß sie etwas abgedampft werden. Daskrystallisirt zurückbleibende chlorwasserstoffsaure Morphin kann durch Umkry-stallisiren als ein silberweißes Salz erhalten werden, dessen Auflösung inWasser durch Aetzammoniak zersetzt wird, indem das Morphium ausge-schieden wird und zu Boden füllt. Dieser Niederschlag wird in alkoholisir-tem Weingeiste aufgelöst und daraus frei von Narkotin und krystallisirt er-halten.
Ein nach andern Methoden gewonnenes narkotinhaltiges Morphin kannman nach Wittstock auf folgende Art reinigen: Man löst ein solches Ge-menge in verdünnter Chlorwasserstoffsaure auf, dampft zur Krystallisationab, wobei nur Morphinsalz krystallisirt, welches man durch starkes Aus-