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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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I^uor ^mmonii acvlioi

Zum Filtriren der Auflösung ist ein doppelter mit einem Deckel verschlosse-ner Trichter von Blech sehr zweckmäßig, dessen äußerer Raum mit heißemWasser gefüllt wird, welches, wenn es erkaltet, durch einen unten befindli-chen Krahn wieder abgelassen und durch frisches heißes Wasser ersetzt wer-den kann. Durch diese leicht zu beschaffende Vorrichtung, von der auch inBuch« er's Repert. XXVIl. S. 249. eine Beschreibung und Abbildunggegeben ist, wird das Erstarren der zu filtrirenden Flüssigkeit und zugleichauch das Entweichen der flüchtigen Theile verhindert. In der Masse erzeu-gen sich beim Erkalten gern sternförmige Krystalle, deren Entstehen manziemlich dadurch vermeiden kann, daß man die Masse schnell abkühlt, alsodaß man die damit gefüllten Gläser in recht kaltes Wasser stellt. DieseSternchen im Opodeldoc sind nach Versuchen von Schwab «.Brandes's Ar-chiv XlX. S. 174.) stearinsaurer Kalk.

Man bewahrt den Opodeldoc in weitmündigen, gut verstöpselten undmit Blase verbundenen Gläsern an einem kühlen Orte auf, und verhütetdurch gute Aufbewahrung, daß er seine Durchsichtigkeit verliere.

I^iguar ^.inmonii aeeti«. Essigsaure Ämmoniakstüfsigkeit.(Iii^noi ^cetllti» Lininnniei.)

Nimm: Aetzammoniakflüssigkeit soviel als du willst.Setze hinzu

concentrirten Essig, soviel als zur Neutralisationerfodert wird.Bewahre sie in gut verstopften Gefäßen auf.

Sie sey klar, farblos, von nicht empyreumatischem Gerücheund Geschmacke, völlig sich verflüchtigend, und soviel, als es er-halten werden kann, neutral. Man hüte sich vor den im con-centlirten Essige und in der Aetzammoniakflüssigkeit bisweilenvorkommenden Verunreinigungen. Spec. Gew. -- 1,0301,040.

Boerhaave beschrieb zuerst 17Z2 das essigsaure Ammoniak feiner Mi-schung und seinem medicinifchen Gebrauche nach. Er lehrte es aus derstärksten und reinsten Essigsäure und aus dem kohlensaurem Ammoniak oderdessen Auflösung bereiten. Minderer, der den Gebrauch dieses Arznei-mittels vorzüglich in Schottland empfahl, genoß unverdienterweise die Ehre,für den Erfinder gehalten zu werden, so daß diese Mischung nach seinemNamen 8piritu« s. I^yuar Mnäerei-i genannt wurde. Diese Mischungfiel aber immer verschieden an Salzgehalt und mithin auch an Wirkungaus, je nachdem die angewandte Essigsaure und Ammoniakaustösung an Ge-halt verschieden waren; mehrere Chemiker bemühten sich daher, dieselbe voneinem reichlichen stets bestimmten Salzgehalte darzustellen. Baum«- schlug