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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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standen« Chlorsilber auflöst. 100 Th. de« rückständigen trocknen Nieder-schlages (Iodsilber) entsprechen 70,8 Iodkattum. Allgemein unterscheidet sichdas Iodkalium dadurch, daß es mit Quecksilbersublimatauflösung einen re-ihen, mit salpetersaurer Bleisolution einen schön gelben Niederschlag giebt.

Das Iodkalium, welches weniger giftig als das reine Jod einwirkt,findet sehr häufige Anwendung zum innerlichen, vorzüglich aber zum äu»ßerlichen Gebrauche, wozu es mit fetten Stoffen (eine halbe Drachme aufdie Unze) zusammengemischt wird. Ist da« Fett aber alt und ranzig, soerfolgt eine Zersetzung des Iodkaliums, indem das Kalium gleichfalls Gau»erstoff aufnimmt, zu Kali wird, und sich mit der im Fette entstandenenSäure «erbindet. Hierdurch wird Job ausgeschieden, welches der Salbeeine gelbe Farbe und den Geruch nach Jod eltheilt. Ein ganz frisches Fettgiebt mit dem Iodkalium ein« völlig färb- und geruchlose Mischung. Ausdiesem Grunde ist frisches Rindermark, welches auch nicht so leicht ranzigwird, am zweckmäßigsten. Ein chemischer Fehler ist es, das Iodkaliumunter Bleipflaster mischen z- 'issen; es entsteht Iodblei, welches dem Ge>menge zwar eine gelbe Farbe, aber auch zugleich eine pulverige Beschaffen-heit giebt, weil Iodkalium und Bleipstaster, beide nach Verhältnis zuseyn aufgehört haben.

(Ueber die verschiedenen Iodpräparate, die in Frankreich üblich sind,siehe Henry's Abhandlung im Verl. Jahrb. XXIX. 2. 1827. S. 188.und Büchner'« Repert. XXVll. S. 272.)

Kali muriatieum oxx3«u»tuin «eu «x^muriaticuin«eu «Illnricuni ll^uratum. Gereinigtes orydirt-salz-saures oder chlorsaures Kali.

^liloril» ^»lieu« «le^uratu».)

Kaufliches oxydirt-salzsaures Kali werde in dreiTheilen heißen destillirten Wassers aufgelöst, und diesiltnrte Flüssigkeit bei Seite gestellt, damit Krystalle von lderGestalt kleiner Schuppen erzeugt werben. Wiederhole die Ope-ration, so lange als Krystalle entstehen; diese suche aus, wennzugleich andere Krystalle entstanden seyn sollten, wasche sie mitkaltem destillirtem Wasser ab, trockne und bewahre sie auf.

In destillirtem Wasser aufgelöst muß es durch den Zusatz von

salpetersaurer Silberauflösung kaum getrübt werden.

Dieses Salz wurde zuerst von Higgins dargestellt, aber für Salpe-ter gehalten; Bert holtet erkannte 1786 die Natur dieses Salzes den da-maligen Ansichten der Chemie gemäß. Die wahre chemische Beschaffenheitdesselben konnte aber erst erkannt werden, als das Chlor nicht mehr fürorydirte Salzsäure galt.