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Kali cardnnicum e ^»rtaio
Kosten des Sauerstoffs der Salpetersäure, welche gleichfalls zerstört wird,und das Kali, mit welchem beide Säuren vereinigt waren, bleibt zurück,jedoch mit einem Theile der Kohle der Weinsäure gemengt. Man kann auchden Tremor l'ilrwri für sich brennen, bis die Masse weiß wird, und man«hält dadurch ein eben so reines Kali, bei welchem man außerdem noch vordem Kochsalze sicher ist, welches dem gereinigten Salpeter oft anhangt.Dieses Verbrennen darf aber nicht in steinernen oder thönernen Tiegeln ge-schehen, weil sonst das Kali wahrend des Brennens durch Kieselsäure oderThonerde verunreinigt wird. Berzelius bemerkt jedoch, daß, wenn auchdas Verbrennen in Gefäßen von Platin oder Eisen geschah, die Auflösungkalkhaltig und auch nicht kieselfrei sey. Läßt man dieselbe einige Wochenlang in einem Glasgefäs.« stehen, so setzen sich auf die innere Fläche desGlases kleine Krystalle ab, welche kohlensaurer Kalk sind. Um aus demkohlensauren Kali jede Spur von fchwefel- und salzsauren Salzen zu ent-fernen, neutralisirt man Weinsteinkali mit destillirtem Essig, fällt durch es-sigsaure Barytauflöfung die Schwefelsaure, durch essigsaure Silöeraustösungdie Salzsäure, filtrirt von dem Niederschlage ab, und »erdunstet die Flüssig-keit zur Trockne. Das gewonnene essigsaure Kali wird allmälig in einenglühenden eisernen, oder besser silbernen Schmelztiegel eingetragen, undwenn die Essigsäure zerstört ist, die kohlige Masse mit destillirtem Wasserausgezogen, die Auflösung filtrirt und zur Trockne verdunstet. Die etwaim Ueberschusse zugesetzten Salze, der essigsaure Baryt und das essigsaureSilberoxyd, werden eben so wie das essigsaure Kali ihrer Säure beraubt,die dann zurückbleibenden Basen aber, Baryt und Silber, sind in Wasserunauflöslich, und demnach für das Kali ohne Nachtheil.
Das einfache, nach Berzelius, das neutrale kohlensaure Kali isteine weiße Salzmasse, gewöhnlich in Pulverform, oder in weißen feste»Stückchen. Es kann krystallisirt erhalten werden, wie Fabroni gezeigthat, wenn die Auflösung bis ^u 1,62 spec. Gew. (in der Warme genom-men) abgedampft, darauf in ein hohes und schmales Cylinderglas gegossenund langsam erkalten gelassen wird, wobei das Salz in langen rhomboida-len Tafeln anschießt, welche an der Luft sogleich zu zerfließen anfangen. DieMutterlauge, welche kalt 1,62 spcc. Gew. M, liefert bei erneuerter Ab-dampfung noch mehr Krystalle. Es schmeckt scharf, aber nicht ätzend al-kalisch, und wurde deshalb ehemals mildes Alkali genannt. Zum Wasserhat es große Verwandtschaft und zerfließt an der Luft zu einer concentrir-ten, ölartig stießenden Flüssigkeit, dem Oleum l'arwri per <!el«zuluin deraltern Chemiker; es erfodert vom Wasser nur sein gleiches Gewicht zurAuflösung, die unter beträchtlicher Erwärmung erfolgt. In Alkohol ist esunauflöslich, entzieht aber demselben das Wasser. Das krystallisirte Salzenthält 2« Proc. Krystallwasser, dessen Sauerstoff zweimal soviel wie derder Basis beträgt. Das eingekochte Salz ist wasserfrei. Wird es stark ineinem Strome von Wassergas geglüht, so wird die Kohlensäure ausgetrie-ben und Hydrat gebildet. Von Kohle wirb es in heftiger Weißglühhitze in