Kali <»idouieuw « <i,«^il»u8 oic»v«ll2ti8 469
Dieses Salz darf nicht in eisernen Gefäßen aufgelöst werden, weil derUeverschuß an Kohlensäure das Eisen unter Entwickclung von Wasserstoffga^auflöst. Die Lauge nimmt eine gelbe oder rothe Farbe an, und enthältein Doppelsalz von kohlensaurem Eisenoxyd und kohlensaurem Kali, welchessich beim Eintrocknen nicht zersetzt, sondern im Wasser wieder löst. DurchGlühen oder durch Zusatz von ätzender Kalkerde wird es zerlegt, und manerhält das Alkali wieder eisenfrei.
Wenn das Präparat von guter Beschaffenheit ist, so muß es völligungefärbt seyn, und an der Luft nicht feucht werden; eine feuchte Beschaf-fenheit zeigt einfach kohlensaures Kali an; es muß in 4 Th. kalten Wassersdurch Schütteln sich vollkommen auflösen, und diese Auflösung muß die Auf-lösung der schwefelsauren Talkerde nicht trüben, weil die ausgeschiedeneNackerde in der Kohlensäure, wenn diese in dem erfoderlichen Verhältnissein dem Salze vorhanden war, wieder vollkommen aufgelöst wird. Die mitSalpetersäure neutralisirte Auflösung muß weder durch salpetersauren Ba-ryt noch durch salpetersaures Silberoxyd getrübt werden, indem es in die-sem Falle schwefelsaure und salzfaure Salze enthält.
Man wendet dieses Salz in Pulverform, besser aber in der wäßrigenAuflösung an, welche beim Zusammentreffen mit Säuren, als Weinstein-säure, Citronensaft u. s. w. reichlich kohlensaures Gas entwickelt.
Kali «ardonieum « Oineridu» clavellati». Kohlensaures
Kali aus der Potasche.
'Nimm: rohe Potasche, durch aufgelöste Kieselerde nicht gar
zu sehr verunreinigt, einen Theil.Gieße auf
heißen gemeinen Wassers zwei Theile.Die filtrirte Flüssigkeit werde verdampft, bis ein Häutchen er-scheint, dann werde sie einige Tage hindurch bei Seite gestellt,damit die Neutralsalze sich zu Krystallen vereinigen. Daraufwerde die Flüssigkeit klar abgegossen, und durch Verdampfungin ein trocknes Salz gebracht. Dieses werde in
einer gleichen Menge kalten destillirten Wassersaufgelöst, die Auflösung siltrirt und bei gelinder Warme zurTrockne verdunstet. Bewahre es in gut verstopften Gefäßen auf.Es sey sehr weiß, von Kiesel- und Alaunerde, von Metallenund fremdartigen Salzen soviel als möglich frei, was durchNeutralisation mit Salpetersäure, wodurch die Kieselerde abge-schieden wud, durch Aetzammoniat- und Schwefelwassersiossam-