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vielmehr zu befürchten, daß durch wiederhotte Sublimation etwas Subli»mal gebildet werde. Das früher gebrauchliche Auswaschen des praparirtenversüßten Quecksilbers mit Salmiakwasser ist verwerflich, weil hierdurcheine theilweise Zersetzung des Präparats in Aetzsublimat und metallischesQuecksilber herbeigeführt wird.
Die Bereitung des Kalomels auf nassem Wege nach Scheele'sVorschrift geschieht auf folgende Weise: Man bereitet eine falpetersaureQuecksilberoxydulaustösung, mit der Vorsicht < daß> sie so wenig wie möglichQuecksilberoxyd enthalte. Diese Auflosung wird mit Salzsäure oder Koch-salzlösung so lange versetzt, als noch ein weißer Niederschlag entsteht. Eswird hier die dem Quecksilberoxydul entsprechende Verbindungsstufe zwischenChlor und Quecksilber, d. i. Quecksilberchlorür, gebildet werden müssen,welches zu Boden fällt, wogegen, wenn die Auflösung auch Quecksilberoxydenthielt, auch diesem Antheile entsprechend Quecksilberchlorid, d. i. Aetzsubli-mat, gebildet werden muß, welches in der Flüssigkeit aufgelöst bleibt, auchvöllig durch Auswaschen entfernt werden kann. Indessen wird auch die sal-petersaure Quecksilberauflösung allein schon durch zugesetztes Wasser zersetztin auflösliches saures, und in unauflösliches basisches falpetersaures Queck-silberoxydul und Oxyd, welches letztere sich dem niedergefallenen Kalomelbeimengt. Dieses basische Salz wird zwar durch im Uebermaße zugesetzteSalzsäure zersetzt, jedoch wollen ärztliche Beobachtungen das auf nassemWege bereiteten Kalomel von heftigerer Wirkung gefunden haben. Da mandieselbe Beobachtung such bei dem nach der Methode der Herren Ievelund Henry praparirten Kalomel gemacht haben will, die darin besteht,daß vermöge einer besondern Vorrichtung die sublimirenden Dämpfe desKalomels in einen Ballon, der Wasser enthält, geleitet werden, während zugleicher Zeit von der andern S,"te Wasserdämpfe in den Ballon treten,durch welche die Kalomeldämpfe höchst fein zertheilt gefällt werden, und indas Waffer des Ballons fallen, so ist wohl Grund anzunehmen, daß dasPräparat in dem höchst fein zertheilten Zustande, in den es durch beide zu-letzt erwähnte Methoden versetzt wird, eine heftigere Wirkung zeige, alswenn es auf dem Präparirstein fein gerieben worden; keine derselben darfdaher angewendet weiden. Aehnliches zeigen die Verbindungen des Anti-mons mit Schwefel.
Es ist noch übrig, die Entstehung des versüßten Quecksilbers zu erklä-ren. Nach der altern Theorie, welche die Salzsäure als eine Sauerstoff-säure betrachtet, ist der ätzende Sublimat salzsaures Quecksilberoxyd, wel-ches beim Zusammenreiben mit metallischem Quecksilber einen Theil seinesSauerstoffes, der das metallische Quecksilber' oxydulirt, abtritt und dadurchselbst zu Oxydul wird. Da ferner die Oxydulsalze nicht so viel Säureenthalten, als die Oxydsalze, so ist auch die im Sublimat enthaltene Salz-säure hinreichend, um mit der größeren Menge Oxydul salzsaures Quecksil-beroxydul zu bilden, welches als Kalomel sublimirt. Es ist indessen dieseTheorie, wenigstens in Hinsicht der wasserlceren Verbindungen der Salz-