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dem Weingeiste durch Filtration, trockne und bewahre es an ei-nem schattigen Orte vorsichtig auf.
Es sey «in weißes oder gelbliches höchst seines Pulver, vonatzendem salzsaurem Quecksilber durchaus frei. Daher lasse es inSchwefelather gekocht auf den Zusatz von Kalkwasser oder Aetzka-lilauge oder von schwefelwasserstoffhaltigem Wasser keinen Nie-derschlag fallen.
Den versüßten Quecksilbersublimat, auch I»»n»<:s» merourmU«, H,uilH»U>!» mitizHta, Manna inewUuruin genannt, scheint zuerst Oswald
Kroll im Jahr 1609 zu bereiten gelehrt zu haben; er kommt jedoch auchschon 1608 in den Schriften von Beguin vor, und wird vr-rc« miti^-»-tu« genannt. Im I. 1696 gab Le Mort ein Verfahren an, nach wel-chem lebendiges Quecksilber mit Kochsalz vermischt, und das Gemisch mitdem doppelten Gewichte Colcothar sublimirt werden sollte. Im Jahr 1735theilten die Herausgeber der öltern rkurm-lennu«?-» Luinouizen«,» eineVorschrift zur Bereitung dieses Präparats mit, nach welcher 4 Th. Aetz-sublimat mit 3 Th. Quecksilber sublunirt werden sollten, und die auch baldallgemein als höchst zweckmäßig anerkannt wurde. Baums machte 177Lbekannt, daß jeder versüßte Quecksilbersublimat im Pfunde ^ bis 1 Quent-chen ätzenden Sublimat enthalte, und daß es nöthig sey, zur Absonderungdieser nachtheiligen Beimischung das Präparat zu zerreiben, und mit Sal-miakwasser auszukochen. Scheele lehrte 1778 dieses Präparat auch aufnassem Wege durch Zerlegung einer Auflösung von Quecksilber in Salpe-tersäure durch eine Auflösung von Kochsalz zu gewinnen, worauf er wahr-scheinlich durch frühere Erfahrungen Boerha ave's, Lemery's und Neu-mann's über diesen Gegenstand geleitet worden war. Bucholz verbessertespäter 18U1 und 1807 dieses Verfahren Scheele's, und zeigte gegen dieMeinung anderer Chemiker, daß sich auf diese Weise ein reines Präparatgewinnen lasse. Hagen empfahl 1792, um das mühsame und gefährlicheZusammenreiben zu vermeiden, das laufende Quecksilber auf den gepulver-ten Aetzfublimat in dem Sublimirgefäße zu schütten, und das Ganze wiegewöhnlich zu sublimiren. Bucholz und Andere fanden jedoch, daß hiebet«in größerer Antheil als gewöhnlich Aetzfublimat und Quecksilber unverän-dert in die Höhe gehe, ehe Kalomel gebildet werde.
Um dieses Präparat auf dem von der Pharmakopoe vorgeschriebenentrocknen Wege zu bereiten, werden 4 Th. ätzender Sublimat in einem stei-nernen Mörser zerrieben, und mit etwas Alkohol befeuchtet, um das Stäu-ben zu verhüten. Dann setzt man Z Th. reines metallisches Quecksilberhinzu, und reibt das Ganze so lange unter einander, bis man wenig Queck-silbcrkügelchen mehr wahrnimmt, und alles in eine graue Masse verwan-delt ist. Diese trocknet man wieder bei gelinder Wärme, und schüttet sienach der Menge derselben in 12 bis 18 Unzen haltende Mirturgläser von