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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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376
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Z76 Ferrum «ul^Kuricuin er^stallisatuln

Dieses Salz giebt einen sehr gebräuchlichen Handelsartikel ab, undführt als solcher verschiedene Namen: Eisenvitriol, grüner Vitriol, Kupfer-waffer; den letztern Namel, hat es wohl daher erhalten, weil die natürli-.chm Camentwasser durch Eisen zersetzt werden, und als Nebenproduct Ei'senvitriol liefern (1. LH. S. 371.). Der käufliche Eisenvitriol wird imGroßen gewonnen durch Rösten oder Verwitternlassen des Schwefeleisens,Auslaugen desselben, Sättigen der gewöhnlich in der Lauge enthaltenen freienSchwefelsäure mit Eisen, und Krystallisiren. Da wahrend der Operationein Theil des schwefelsauren Eisenoxyduls sich in Oxyd verwandelt, welchesnicht krystallisiren kann, so setzt man zu der Mutterlauge Eisen zu, welchesbann das Oxyd in Oxydul verwandelt, so daß man noch mehrmals Eisen-vitriol aus der Mutterlauge durch Krystallisation erhält. Dieser Eisenvi»triol ist aber nicht rein, da das Schwefeleisen auch andere Schwefelmetalleenthält, er enthält demnach fremde Erd- und Metallsalze, unter welchendie von Kupfer, Zink, Mangan, Thonerde, Talkerde und bisweilen Kalk-erde die gewöhnlichsten sind. Ficinus (Kastn. Archiv X. 1827. S. 484.)hat die Mischung kupferhaltiger Eisenvitriole untersucht, und eine derselbenzusammengesetzt gefunden, aus: trockner Schwefelsäure 2,SL0; Eisenoxyd-oxydul 2,308; Kupferoxyd «,8NU; eisenhaltigem Zinkoxyd 0,MU; Eis(Krystalleis D.) 3,962. 8. -i- 1N,0N0. Von Kupfer wird er durch ein-gelegtes Eisen befreit, aber von den übrigen ist er um so schwerer zu rei-nigen, da das Eisen oxydulsalz mit den meisten zusammenkrystallisirt, undsich beinahe mit derselben Leichtigkeit wie diese Salze auflösen läßt. Siemischen sich also in den krystallisirenden Vitriol ein, dessen ökonomische An-wendbarkeit auf verschiedene Art dadurch modificirt wird. Man findet imHandel den Vitriol gewöhnlich von zwei Hauptarten: grasgrün, in gro-ßen Krystallen, deren Oberstäche weniger leicht mit Ocher bedeckt wirb, undbläulichgrün, gewöhnlich mit verwittertem und zum Theil mit Ochergemischtem Salzpulver gemengt. Ersteres enthalt sowohl Oxydul als Oxyd,und letzteres ist das einfache Qxydulsalz, welches, während des Strebens indieses Doppelsalz überzugehen, verwittert und an der Oberstäche oxydirtwird. Das grüne Salz ist gewöhnlich reiner als das blauere.

Um > nun zum medicinischen Gebrauche ein völlig reines schwefelsauresEisenoxydul zu haben, muß.es in den Apotheken selbst bereitet werden. Kleineeiserne Nagel werden in der nach obiger Vorschrift verdünnten Schwefel-säure aufgelöst, wobei sich eine große Menge Wasserstoffgas entwickelt, undmehrentheils ein schwarzes Pulver sich ausscheidet, welches aus der demEisen beigemischten Kohle und auch wohl etwas Kieselerde besteht. Da dieSchwefelsäure, ein oxydirter Körper, sich mit dem metallischen Eisen ver-binden kann, so muß dieses gleichfalls erst in einen oxydirten Zustand über-geführt werden, und dieses geschieht hier auf Kosten des Wassers, dessenSauelstoff das Eisen in Eisenoxydul verwandelt, dessen Wasserstoff gasför-mig entweicht. Concentrirte Schwefelsäure greift daher das Eisen auch nurin der Wärme an, wo dann die Oxydation des Eisens auf Kosten der