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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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370 Ferrum oxx^2t. llisc. ox^clulat. nizi-.

Da« Eisen kann sich mit dem Sauerstoffe nur in 2 Verhältnissen ver«binden (1. Th. S. 394.), dl« beiden Verbindungsstufen sind das Oxydulund das Oxyd. Das Eisenoxydul kommt zwar, jedoch nicht rein, auch na-türlich vor als Magneteisenstein, und wird auch zum Theil zufällig alsHammerschlag erhalten, indessen kann dieses keine medicinische Anwendungfinden. Bereitet, um als Heilmittel angewendet zu werden, wurde es zuerstvon Lemery dem Jüngern im Jahr 1735. Er bereitete es durch Ueber-gießen des gefeilten Eisens mit Wasser, öfteres Umrühren, langes Stehen-lassen und Abschlemmen vom regulinischen Eisen durch Wasser. Hiedurchkonnte aber kein reines Eisenoxydul erhalten werden, sondern eine Verbin-dung von Eisenoxydul mit Eisenoxyd in abwechselnden Verhältnissen. Le-mery nannte sein Präparat Eisenmohr (Hetluop, marti^Ii»). D» dieseBereitungsweise überdem auch sehr langweilig war, so bemühten sich balddie Chemiker, eine bessere auszmnitteln, und so beschrieb denn Majaultim Jahr 1757 ein Verfahren, dieses Präparat durch wiederholtes Abbren-nen des Olivenöls über rothem Eisenoxyd zu bereiten. Im Jahr 1792schlug Vauquelin vor, das Eisenoxydul aus rothem Eisenoxyd und me-tallischem Eisen durch Theilung des Sauerstoffes zu bereiten, und gab dazidas Verhältnis von 1 Th. des ersteren zu 2 Th. des letzteren an. Diesesunrichtige Verhältniß wurde von Bucholz verbessert, und auf 2t> Th. Ei-sen zu 71 Th. rothem Eisenoxyd bestimmt. Nach dieser Berichtigung er-klärte Bucholz dieses Verfahren als das zweckmäßigste. Das VerfahrenMa jault's wurde von Iacquin verbessert und uorgeschlagen, daß dasOxyd mit dem Oele zu einem feuchten Pulver angerieben, in einer Retortebis zum Glühen erhitzt, und bis zur völligen Zerstörung des Oels darin er-halten werden sollte. Diese Vorschrift ist denn auch von unserer Pharma»kopöe aufgenommen. ^

Zu diesem Zwecke reibt man Eisenoxyd mit soviel Baumöl zusammen,daß eine feuchte bröckelnde, nicht schmierige Masse entsteht. Diese bringtman in einen verschlossenen Tiegel, oder in eine graue Steinkruke mit ei-nem Kreibestöpsel verschlossen, oder auch in ein Medicinglas, welches letztereman aber, gleichfalls mit einem Kreidestöpsel versehen, in einen Tiegelstellt, und mit Sand umgiebt. Man läßt so lange roth glühen, als nochRauch oder Flamme aus der Masse sich zeigt. Nach dem Erkalten schüttetman die obere weniger schwarze Schicht ab, und reibt das Ganze fein. Beidieser Operation wird dem Eisenoxyde durch den Kohlenstoff und Wasserstoffdes in der Hitze zersetzt werdenden.Oeles ein Antheil Sauerstoff entzogen,und es auf die Stufe des Oxyduls zurückgebracht; es enthält aber immereine kleine Menge fein zertheilter Kohle, welche dem Präparate eine schwarzeFarbe ertheilt. Eine völlige Reduction des Eisenoxyduls zu metallischemEisen erfolgt erst bei starker Weißglühhitze. Will man das Vauquelin-Bucholz'sche Verfahren befolgen, so muß auf 1 Doppelatom Eisenoxyd978,426 1 At. Eisen 339,213, d. h. auf 100 Th. Eisenoxyo müssen34,7 Tb/. Eisen genommen werden. In der Glühhitze vertheilt sich der