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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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366 Ferrum imuillticum ox^clulatum

Ferrum murigtinun «x^liulatuln. Oxydulirtcs salzsau-res Eisen. Salzsaures Eisenoxydul.Ferrum muriaticum. l^liloretuln I'elli.)

Nimm: Eisen in Stuckchen soviel als du willst.Schütte es in einen hinreichend weiten Kolben, und setze hinzu

eine solche Quantität Salzsaure,daß nach der Auflösung, die gegen das Ende durch gelinde Wärmezu unterstützen ist, ein Theil Eisen noch unaufgelöst zurückbleibe.Die sittrirte Auflösung werde zur Trockne verdampft. Die rück-ständige salzige grünliche Masse trage sogleich in ein Gefäß hin-ein, und bewahre sie in demselben gut verschlossen auf.

Die Verbindungen zwischen Salzsäure und den Eisenoxyden, zwischenChlor und Eisen, sind wohl schon den ältern Chemikern bekannt gewesen,wenn sich gleich über die Zeit der ersten Bereitung nichts Gewisses sagenläßt. Soviel ist gewiß, daß der Entdecker der Bestuschef'schen Ncrven-tinctur im Anfange des 17. Jahrhunderts eine Methode kannte, durch vieleUmschweife ein salzsaures Eisenoxyd durch Sublimation darzustellen, dessenBereitungsweise erst durch Klaproth wesentlich verbessert wurde,

Wenn Eisen mit Chlorwasserstoffsäure (Salzsäure) übergössen wird,so entwickelt sich Wasserstoffgas, Nach der ältern Theorie muß nämlichdas metallische Eisen in den Zustand des Oxyduls übergeführt werden, da-mit es sich mit der Salzsäure zu salzsaurem Eisenoxydul verbinden könne;die Oxydation des Eisens geschieht aber auf Kosten eines Antheils Wasser,dessen Sauerstoff sich mit dem Eisen verbindet, und dessen Wasserstoff ent-weicht. So lange Eisen im Ueberschusse vorhanden ist, bildet sich auch'selbst bei etwas erhöhter Temperatur kein Eisenoxyd. Der neueren Ansichtzufolge verbindet sich das Chlor aus der Chlorwafferstoffsäure unmittelbarmit dem Eisen, wobei der zweite Beftandtheil der Chlorwasserstoffsaure,der Wasserstoff, gasförmig entweicht. In der elektro-chemischen Anordnungder elementaren Stoffe findet sich auch das Eisen um vieles weiter vomChlor entfernt, als der Wasserstoff, es ist also auch der elektrische 'Gegen-satz zwischen Chlor und Eisen größer als zwischen Chlor und Wasserstoff,der Wasserstoff wird demnach auch dem Eisen in der Verwandschaft zumChlor weichen, und die Auflösung mit "Heftigkeit geschehen müssen, undzwar um so mehr, als der Wasserstoff ein großes Bestreben hat, schon beider gewöhnlichen Temperatur der Luft Gasform anzunehmen. So langenun metallisches Eisen im Ueberschusse vorhanden ist, kann sich nur einfachesChloreisen bilden, im entgegengesetzten Falle können sich auch 1^ AtomeChlor mit 1 Atom Eisen verbinden. Die erster« Verbindung ist unser phar-maceutisches Präparat.

Die erhaltene Auflösung bildet eine hellgrüne Flüssigkeit, aus der,