Z48 Lxtlctctum ^.contti Ilmdae recenti«
v«n schwarzröthlicher Farbe, von dem im Kalmus enthaltenen an der Lustsich rothfarbenden Gxtractivstoffe herrührend, riecht nach Kalmus und be-sitzt einen brennend aromatisch-bittern Geschmack. Das geistige Chinaextracthat eine dunkel braunrothe Farbe, den eigenthümlichen Geruch und Ge-schmack im hohen Grade; es giebt eine sehr trübe Auflösung von der Farbeeiner dunklen Chinaabkochung. Das schwarzbraune Koloquinthenextract be-sitzt die Bitterkeit der Koloquinthen im höchsten Grade. Das Kolomboertractzeigt eine etwas grünlichbraune Farbe, einen eigenthümlichen Geruch, undeinen sehr bittern, etwas scharf nauseösen Geschmack. Die Farbe des Alant-ertractes ist braun, der Geruch gewürzhaft, der Geschmack scharf kratzendbitterlich. Das Schwarznieswurzelertract hat eine schwarzbraune Farbe,und scharfen, bitterlichen, ekelhaften Geschmack. Das Liebstöckelextract läßtden eigenthümlichen Geruch und Geschmack des Liebstöckels erkennen; einGleiches gilt von dem Bibernellertract. Das Senegaextract hat eine glän-zend schwarzbraune Farbe, besitzt den eingenthümlichen Geschmack der Sene-gawurzel im höchsten Grade, und verursacht wie diese einen äußerst unan-genehmen Reiz im Schlünde.
Die bei Belladonnaextract vorgeschriebene vorsichtige Aufbewahrung istwohl auch auf das Eistnhütleinseltract auszudehnen.
DxK-actum Aconit! Herda« recenti8. Eisenhütleinsextract
des frischen Krautes.
(8n«cu8 In5j»i85Ätu8 H.ooniti. Eingedickter Saft des Eisen-hütleins.)
Frisches Eisenhütleinkraut werde, unter Vesprengungmit ein wenig gemeinem Wasser, in einem steinernen Mörserzerstoßen und ausgepreßt, der ausgepreßte Saft werde so heiß ge-macht, daß er aufzuwallen anfängt, dann werde er von den aus-geschiedenen Stoffen durch Coliren abgesondert, und im Wasser-bade zur Honigdicke verdampft. Auf die ausgeschiedenen mit demausgepreßten rückstandigen Kraute gemengten Stoffe werde auf-gegossen
höchst rectificirter Weingeist .soviel, daß es das Doppelte sowohl von den ausgeschiedenen Stof-fen als von dem ausgepreßten Kraute betrage. Sie werden vierund zwanzig Stunden hindurch in einem verschlossenen Ge-fäße digerirt, und nach der Digestion ausgepreßt. Die ausge-,preßte und colirte Flüssigkeit unterwirf der Destillation bis zurHälfte; der Rückstand werde bis zur Honigdicke verdampft, undnachdem der concentrirte Saft des Krautes hinzugesetzt worden,