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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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ganz ähnliche Substanz in ziemlicher Menge zurück, welche so lange aus-gesüßt wird, bis das Wasser geschmacklos ablaust. Jetzt wird zu der sau-ren Flüssigkeit unter fleißigem Umrühren so viel von einer dünnen Kalkmilchgesetzt, bis hineingebrachtes Kurkumepapier gebraunt wird; es entsteht so-gleich ein braunrother Niederschlag, welcher auf einem leinenen Filtrum ge-sammelt, und durch starkes Auspressen so viel als möglich von der Flüssig-keit geschieden wird. Der Niederschlag wird getrocknet, und in ein gröbli-ches Pulver verwandelt; er wird gegen 1^- Pfund betragen, welche mit8—10 Pfund Weingeist von 75 ° Richter bis zum Kochen erhitzt wer-den. Die geistige Flüssigkeit wird klar abgegossen, und der Rückstand noch-mals ausgezogen, und gut ausgepreßt. Die geistigen Tincturen werden klarfiltrirt, und mit soviel verdünnter Schwefelsäure versetzt, daß diese etwasvorwaltet, und endlich werden noch 4 — 5 Unzen vorher mit Salzsäure di-gerirter thierischer Kohle nebst einigen Pfunden Wasser hinzugemischt. Dannwird der Weingeist bei gelinder Hitze aus einer Retorte abdestillirt, unddas noch siedend heiße Residuum auf ein ausgespanntes Filtrum von Lein-wand und Fließpapier gegossen. Die filtrirte Flüssigkeit erstarrt nach we-nigen Augenblicken in dem untergesetzten Gefäße zu einer einzigen krystallini-schen Masse, bestehend aus einer Menge Neiner Nadeln von ausnehmenderWeiße. Der Rückstand auf dem Filtrum wird zugleich mit der Mutterlaugevon neuem mit einer hinlänglichen Menge Wasser gekocht und filtrirt. D u-flos erhielt auf diese Weise 5 Unzen 2 Drachmen schwefelsaures Chinin.Aus der Mutterlauge und den Abwaschflüssigkeiten ließen sich durch Zusatzvon Aetzammoniak noch sechs Drachmen reines Chinin abscheiden. Ich selbsthabe nicht über 4 Unzen des schönsten schwefelsauren Chinins erhalten.

Ist die Salzlauge sehr gefärbt, so ist es oft gar nicht möglich, das Salzkrystallinisch abzuscheiden. Dieses rührt von der eigenen, harzigen, demGerbestoffe ähnlichen Substanz her (I. Th. S. 285. bei 4.), welche vomWelngeiste aufgelbst in die Zusammensetzung des schwefelsauren Alkaloids ein-tritt, und dessen KrystMsation hindert./ Diese Substanz fällt zugleich mitdem Chinin nieder, wenn es aus seinen Salzauflösungen durch ein aufgelö-stes Alkali niedergeschlagen wird. Daher ist auch das Chinin, welches ausder Mutterlauge des schwefelsauren Chinins gefällt wird, keinesweges alsrein zu betrachten, sondern als eine Verbindung derselben mit mehr oderweniger von dieser gerbestofföhnlichen Substanz. Die Trennung dieser Ver-bindung gelingt noch so ziemlich, wenn man die unkrnstallisirbare verdünnteMutterlauge mit Kalkmilch im Ueberschusse niederschlägt, den Niederschlagauswäscht, trocknet und wieder mit Weingeist auszieht, wobei die verunrei-nigende Substanz zum Theil mit dem Kalke verbunden zurückbleibt. Auchkann man die Mutterlauge Mit Chlorzinn entfärben, unt/dann das Alka-loib durch Kali fällen,

Geiger hat empfohlen, aus dem sauren Chinaauszuge den Farbestoffdurch essigsaures Bleioryd zu fällen, welches Herrmann durch frisch be-reitetes salz saures Zinnorydul (einfaches Chlorzinn) ersetzt, wozu die China«