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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Oalcgn'H muliatica

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die beiden Holland's; sie nannten ihn firen Salmiak. Die chemische Be-schaffenheit dieses Salzes blieb jedoch unbekannt, bis im 18. JahrhundertBergmann, Kirwan und Wenzel es in Kalk und Salzsäure zerleg-ten, auch die Verhältnisse dieser Bestandtheile angaben. Nach den Ansich-ten der neuesten Chemie besteht es aus Chlor und Calcium.

Das Chlorcalcium findet sich gebildet im Meerwasser, auch in verschie-denen Quellwässern, welche kein kohlensaures Kali oder Natron enthalten.Gs wird auch gelegentlich bei pharmaceutischen Arbeiten gewonnen, bei derBereitung des ätzenden und des kohlensauren Ammoniaks, wo es im Rück-stande bleibt. Zum medicinischen Gebrauche muß es jedoch aus seinen Be-standteilen zusammengesetzt werden. -^

Wenn nach unserer Vorschrift die reine kohlensaure Kalkerde mit Chlor-wasserstosssäure in Berührung kommt, so wird die Kohlensaure aus derkohlensauren Kalkerde ausgetrieben, indem sich entweder die Chlorwasser-stoffsäure mit dem Kalke verbindet, oder indem der Wasserstoff aus derSäure und der Sauerstoff aus der Base zu Wasser, und Chlor und Cal-cium zu Chlorcalcium zusammentreten, denn es sind die Meinungen nochdarüber getheilt, ob das Salz, welches im geschmolzenen wasserleeren Zu-stande Chlorcalcium ist, sich als solches in Wasser auflöse, oder ob esmit Wasser in Berührung gebracht sich durch Zerlegung eines AntheilsWaffers in die Bestandtheile, Wasserstoff und Sauerstoff, in salzsaure Kalk-erde umwandele. Die Auflösung wird nun filtrirt, in einer porcellanenenSchale verdampft, das -noch heiße Salz sogleich in ein Glas geschüttet undsogleich luftdicht verschloffen.

Bei einer innerlichen Amvendung des Chlorcalciums darf nur das aufdiese Weise bereitete Salz oispensirt werden, wenn es aber nur als Ent-wäfferungsmittel geistiger oder ätherischer Flüssigkeiten dienen soll, danndarf das bei den erwähnten pharmaceutischen Arbeiten abfallende unreineSalz hierzu benutzt werden. Der bei der Bereitung des Aetzammoniaksbleibende kalkhaltige Rückstand wird mit Wasser ausgezogen, die Auflösungentweder mit Chlorwasserstoffsäure gesättigt, oder einige Zeit der Luft aus-gesetzt, aus welcher Kohlensäure an den Kalk tritt, so daß der überschüssigeKalk als kohlensaurer Kalk abgeschieden wird, hierauf filtrirt, verdampft,und das erhaltene Salz in einem eisernen Geschirre oder Tiegel so langegeschmolzen, bis sich nichts Flüchtiges mehr entwickelt. Im Anfange zer-fließt es in seinem Krystallwaffer und schäumt stark auf, nachher wird dieMasse wieder fest und schmilzt nun erst ^n der Rothglühhitze. Sobald sieruhig fließt, gießt man sie aus, pulvert die Masse noch warm in einem er-wärmten eisernen Mörser, bringt das Pulver sogleich in luftdicht verschlos-sene Flaschen und hebt sie an einem trocknen Orte auf. Dieses geschmol-zene trockne Salz nimmt, wenn es mit Waffer in Berührung kommt, Kry-stallwaffer auf, und bei dieser Verbindung entsteht Wärme. Soll daherChlorcalcium als lälteerrcgendes Mittel gebraucht werden, so muß daskrystallisirte Salz oder in Pulverform dasjenige, welches bereits seinen An-