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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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266 Lismutlmln nitricum pl2eci^>it»tum

gelöst, schwefelsaure Kalkerde, salzsaure Salze, es würde also auch kohlen-saures, schwefelsaures und salzsaures Wismuthoxyd niederfallen. Hat manbei der falpetersauren Wismuthouflösung nicht den Säureüberschuß vermie-den, so entsteht nun bei der Verdünnung mit Waffer kein Niederschlag.Wollte man diesen Fehler dadurch verbessern, daß man ätzendes oder kohlen-saures Kali zusetzt, so würde man einen ganz verschiedenen Niederschlag er-halten, denn das Kali entzieht dem Wismuthoxyd alle Salpetersäure, unddas ausscheidende Pulver ist Wismuthoxydhydrat oder kohlensaures Wis-muthoxyd, je nachdem man ätzendes «der kohlensaures,Kali als Fällungs-mittel angewandt hat, verunreinigt mit andern Metalloxyden, als Kupferu. a. Dasselbe wird der Fall seyn, wenn man, die verdünnte saure salpe-tersaure Wismuthorydauflösung, die man von dem basischen Salze abge-schieden hat, auf Wismuthweiß benutzen und durch Alkalien fallen will.Sonst pflegte man wohl, um eine recht schöne Schminke zu «chatten, dieWismuthauflösung zu einer sehr verdünnten siltrirten Auflösung von Koch-salz zu setzen; aber der hierdurch erhaltene Niederschlag ist durchaus ver-schieden, nämlich Chlorwismuth (salzsaures Wismuthoxyd), wogegen salpe-texsaures Natron in der Auflösung bleibt. Daß das nach der Vorschrift be-reitete Präcipitat kein reines Wismuthoxyd, sondern nur ein basisches Salzist, davon überzeugt man sich, wenn man dasselbe nach der vollkommenstenEdulcoration mit Schwefelsäure behandelt; diese hat eine nähere Verwandt-schaft zum Wismuthoxyd als die Salpetersäure, sie treibt also, wenn sieetwas verdünnt angewandt wurde, die Salpetersäure in tropfbar flüssigerGestalt aus, und verbindet sich mit dem Wismuthoxyde.

Der Wismuthniederschlag bildet ein lockeres weißes Pulver, welchesunter dem Vergrößerungsglase aus lauter glänzenden Nadeln bestehend er-scheint. Es ist geschmacklos, und in Wasser sehr schwer austöslich, in ver-dünnter Galpetersäure aber löst es sich leicht und ohne Aufbrausen auf. Er-hitzt verwandelt es sich in gelbes Oxyd, welches auch nach dem Wiederer-kalten citronengelb bleibt. Es wird weder vom Ammoniak noch vom Kalk-waffer vollkommen zerfetzt. Es wird vom Sonnenlichte und von brennba-ren Dünsten, als Oelrauch geschwärzt. Nach Klaproty soll dieses mitWismuthsalzen, die von recht silberfreiem Wismuth gebildet werden, nichtder Fall seyn, und da eine kleine Menge Silbers öfters die Erze des Wis-muths begleitet, so ist es wahrscheinlich, daß diese Erscheinung vom Silberherrühre. Von Schwcfelwafferstofsgas wird es augenblicklich dunkelbraungefärbt, man hat daher das Präparat während des Trocknens und auchwährend des Aufbewahrens sehr vor dieser Gasart zu hüten. Es bestehtaus 8l,37 Wismuthoxyd, 13,07 Salpetersäure und 4,56 Wasser. Etwasabweichende Resultate hat Menigaut (Trommsd. N. I. XV. 1. 1827.C. 165.) angegeben.

Das neutrale salpetersaure Wismuthoxyd erhält man aus der unver-dünnten salpetersauren Auflösung beim Erkalten derselben in vierseitigenfarblosen Prismen krystallisirt, es schmeckt sehr zusammenziehend,. scharf,