Druckschrift 
2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
Entstehung
Seite
247
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

^^u» plumtuc«. Bleiwasser.

Nimm: destillirtes Wasser zwei Pfund,

Bleiessig eine halbe Unze.Mische, und schüttele es vor dem Dispensiren um.Es sey weiß trübe.

247

Wenn das destilliere Wasser völlig rein O, so läßt es sich ohne alleTrübung mit dem Nleiessig mischen, und nach seinem Gehalte an fremd-artigen Beimischungen wird es mehr oder weniger trübe und weißlich. Eswird nur äußerlich gebraucht.

H.YU3, Iiu83iuin. Rosenwasscr.

Nimm: frische fleischfarbeneRofenblätter vierPfundoder von denmitSalz eingemach-ten sechs Pfund,Brunnenwasser so viel als genug.Durch Destilliren ziehe zwanzig Pfund über.Es sey klar.

Die Rosenblätter werden mit Salz eingemacht dadurch, daßman einen Theil Kochsalz mit zwei Theilm Blumenblatternmischt.

Nach Bemerkungen von Bronner ist das Abpflücken der Rosenkelchezur Bereitung des Rosenwassers unnöthig, da auch aus den eingesalzenenKelchen allein ein geruchvolles Destillat erhalten wurde.

Auch das Rosenwasser entwickelt seinen angenehmen Rosengeruch erst,wenn es einige Zeit im kühlen Keller aufbewahrt worden ist. Es gehörtaber auch zu denjenigen W»sser>r> die, besonders bei starkem Feuer destillirt,leicht verderben. Es wird nicht nur sauer, von wahrscheinlich entwickelterEssigsäure, sondern es nimmt auch unter Erzeugung einer häutigen, schlei-migen, schwärzlichen Substanz einen widrigen Geruch nach faulen Eiern,von sich entwickelndem Schwefelwasserstoffgase, an, wobei jedoch dasätherische Oel, welchem das Rosemvasser seinen lieblichen Geruch ver-dankt, noch keineswegcs zerstört ist. Setzt man ein solches verdorbenes Ro-senwasser in flachen offenen Gefäßen an die atmosphärische Luft, und rührtes öfters um, so verliert sich der stinkende Geruch, und es stellt sich dereigenthümliche Rosengeruch wieder her. Reicht dieses Verfahren nicht zu,so darf man nur einen Zusatz von Eisenfeile zu Hülfe nchmen, wodurch derSchwefelwasserstoff angezogen wird.