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«5,2 absoluter Sau« und 14,8 Wasser, »ich der Sauerstoff des Wassersverhält sich zu dem Sauerstoffe der Säure wie 1 : Z, d. h. das Wasserentspricht der Sättigungscapacität der Essigsaure, welche 15,65, nämlich ^ihres eigenen Sauerstoffs ist. Wenn also in jeder salzartigen Verbindungeiner Basis mit der Essigsäure die Neutralität derselben davon abhängt,daß die Basis ^ soviel Sauerstoff enthalt, als die Essigsäure, und wir diesesVerhältniß auch bei dem Wasser, durch welches die Essigsäure zur wasserhal-tigen Säure wird, wieder finden, so sind wir berechtigt, diese Verbindungder Essigsäure mit diesem Verhaltnisse Wasser als eine chemische anzusehen,in welcher das Wasser die Rolle einer Basis vertritt, und daher auch nurdurch eine stärkere Basis — Alkali, Erde oder Metalloryd — ausgetriebenwerden kann, daher es wohl möglich wird, ein wasserfreies essigsaures Salz,aber nicht eine wasserfreie Essigsaure darzustellen. Alle Bemühungen also, einewasserfreie Essigsaure darzustellen, wie man sie wohl früher gemacht hat, ton-nen daher nur eine Zersetzung der Säure zur Folge haben. Wenn nach dervon Berzelius gegebenen Vorschrift die concentrirte Schwefelsaure ohnealle Vermischung mit Wasser angewandt wird, so ist diese selbst eine was-serhaltige Säure, welche, indem sie sich mit dem Bleioxyd verbindet, ihrbis dahin chemisch gebundenes Waffer an die Essigsäure abtritt, die nunals wasserhaltige Säure bestehen und überdestilliren kann. Hiermit hängteine zuerst von Gehlen gemachte Erfahrung zusammen, daß nämlich eineEssigsaure von größerem specisischem Gewichte nicht selten eine geringereMenge Alkali zur Sättigung erfodere, als eine Säure von minderem fpec.Gew. Mollerat hat diese Tbatsache aufgeklält. Die höchst concentrirteEssigsäure wird nämlich durch Zusatz einer gewissen Menge Wassers concen-trirt, welches von derselben gleichsam aufgelöst oder vielmehr als Krystall-wasser aufgenommen wird, daher die Säure dadurch an specisischem Ge-wichte gewinnt; geht das Zusetzen des Wassers über diese bestimmte Mengehinaus, so wirb die Säure von dem Wasser aufgelöst, ihre Dichtigkeit mußdadurch «ermindert, ihr specisisches Gewicht verringert werden. (Es läßtsich annehmen daß die Temperatur der Flüssigkeit im ersten Falle durch je-den Zusatz von Wasser steigen, über den bestimmten Punkt hinaus aberwieder fallen müsse, worauf nicht zu gleicher Zeic die Beobachtung gerich-tet gewesen zu seyn scheint). Das Resultat von Wollerat's Versuchenist nun folgendes: Eine möglichst concentrirte Essigsäure von 1,063 spec.Gew. wurde fortschreitend mit Wasser gemengt und gewogen. FolgendeTabelle, in welcher 110 Tbeile einer solchen Essigsäure auf den angegebe-nen Wassergehalt gerechnet sind, Hiebt die hierbei aufgefundenen Verhält-nisse an:
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