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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Acetum lle8till»tum

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uon schwefliger Saure mit Schwefelwasscrstoffgas der Sauerstoff der erster!!und der Wasserstoff der letzrern zu Wasser zusammentreten, hierdurch derSchwefel aus beiden Verbindungen ausgeschieden wird und eine weißlicheTrübung erzeugt.

Da ein guter concentrirter Essig stets uon gleicher Stärke ist, so erfo-dert er auch stets eine gleiche Menge Alkali zur Sättigung und findet da-her auch zu diesem Zwecke, vorzüglich zur Bereitung des I^unris irmino-nii lreetici, häufige Anwendung.

^cotuni <leZtilIatuin. Destillirter Essig.

Den Essig destillire mit einem Zusätze von ungefähr demsechszehnten Theile gepulverter Kohle aus einer glä-sernen Retorte oder kupfernen Destillirblase, die verzinnt und miteinem aus reinem Zinne verfertigtem Helme und Kühlrohre ver-sehen ist. Der scchszehnte zuerst übergehende Theilwerde verworfen und die Destillation so lange fortgesetzt, alsein klarer, farbloser und von Brenzligem freier Essig erhaltenwird. Bewahre ihn in gut verschlossenen Gefäßen auf.

Drei Unzen muffen zur Neutralisation einer Drachme von

dem aus dem Weinsteine bereiteten kohlensauren Kali hinreichen.

Die Darstellung eines reineren Essigs aus dem rohen Essig vermittelstder Destillation scheint der Araber Albukasis, der im 11. und 12. Jahr-hunderte lebte, zuerst beschrieben zu haben, und das von ihm befolgte ein-fache Verfahren wird auch noch jetzt benutzt. Im Jahr 1766 machte Lo-witz die interessante Erfahrung bekannt, daß man durch einen Zusatz von^7 gepulverter frisch geglühter Holzkohle das frühe Brenzligwerden des Es-sigs verhüten, die Destillation länger fortsetzen, und daher auch einen weitstärkeren destillirten Essig darstellen könne.

Um destillirten Essig zu bereiten, bedient man sich gewöhnlich einerkupfernen gut verzinnten Destillirblase, Helm und Kühlröhre müssen abervon recht reinem englischen Zinne verfertigt seyn, weil sonst, wenn dieseTheile des Destillirapparats von bleihaltigem Zinne sind, auch der dcstillirteEssig bleihaltig wird. Die Blase fülle man ^ voll, setze ^ frisch ausge-glühte grob zerstoßene Kohlen hinzu, und gebe im Anfange schwaches Feuer,damit nicht der Essig durch die rasch entwickelten spirituösen Dämpfe zumUebersteigen gebracht werde. Das erste Destillat enthält daher auch sehrwenig Säure, da die Essigsäure weniger flüchtig ist, als die spirituösenund, die wäßrigen Theile, und zeigt einen schwachen Ncingcistgeruch, derbisweilen etwas ätherisch ist. Dieser erste Theil des Destillats wird beiSeite gestellt. Je länger die Destillation fortgesetzt wird, desto stärkerwird die übergehende Säure. Gegen das Ende der Destillation muß das