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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
Entstehung
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Einleitung

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das Streben nach einer Universalarznci. Diese glaubte man in demGolde, welches der Zerstörung am meisten widerstand, gefunden zuhaben, und dieGoldtinctur, das Hni-m» nutndil«, kam in Aufnahme.Das Gold wurde starker gesunder Mann genannt, die unedlen Me-talle hießen Kranke. Doch kannte auch schon Geber die Schwe-felmilch, die Salpetersäure, das Königswasser, die Goldauflösung, denSilbersalpeter, den Quecksilbersublimat, das rothe Quccksilberoxyd, tmddas Frischen der Glätte u. s. w.

Europa^ um diese Zeit von hcrumschwärmenden barbarischenVölkern überschwemmt, war von aller Kunst und Wissenschaft ent-blößt, die auch spater unter dem geistigen Drucke des Pfassnthumsnicht emporkommen konnten. Die Eroberung Spaniens durch dieAraber und die Kreuzzüge, gegen Ende des 11. Jahrhunderts, brach-ten die Europäer mit den Arabern in Berührung, und diesen Um-standen habe» die Wissenschaften größtentheils ihre Wiederherstellungzu verdanken. Als im Jahr i205 Coustantinopcl von den Christenerobert worden war, wurden eine große Anzahl daselbst aufgesammelterHandschriften nach Europa gebracht und in andere Sprachen über-setzt. Um das Jahr 1230 sing Kaiser Friedrich II. an, seineAufmerksamkeit und seinen Schutz den Künsten :M Wissenschaftenzuzuwenden, so daß, wahrend diese bei den im harten Kampfe mitden Mongolen begriffenen Arabern zu sinken ansingen, die Wissen-schaften wieder in Europa heimisch wurden. Schon 1206 war dieUniversität zu Paris, 1220 die medicinischc Facultät in Montpelliergestiftet worden. Der Stein der Weisen, d. h. die Kunst Gold zumachen und das menschliche Leben zu verlängern, blieb jedoch allei-niger Endzweck alles chemischen Strebens, aller chemischen Arbeiten.Die Schriftsteller gebrauchten Zeichen und Charaktere, unverständlicheund zweideutige Redensarten, damit weder ihre Worte noch Schriftenvon Andern verstanden würden. Diese Kunst würde, wie sie sagten,nur den von Gott würdig Geachteten, welchen der Name Adeptenzukomme, eröffnet.

Einer der ausgezeichnetsten Männer war Roger Vaco, geb.1214 und gest. 1284. Er erhob die Wissenschaften auf einen freierenStandpunkt, welche durch die Stiftung vieler Universitäten sehr be-günstigt wurden. Für die medicinische Chemie uud Phannacie istaus dieser Zeit noch besonders Vasilius Valentinus zu er-wähnen.