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Einleitung
lMurzelgraber) sich als Pharmaceuten zu gestalten ansingen. MitHippokrates finden wir aber erst Spuren einer wissenschaftlichenGrundlage bei Bereitung der Arzneimittel. Galcnus wußte, daßdurch Auswaschen der Asche eine Lauge erhalten werden konnte, auchhat cr einige Kcnntniß von den alkalischen Salzen gehabt.
Zu Theovhrast's Zeiten, der von der heiligen und göttlichenKunst geschrieben, wurde Griechenland eine römische Provinz, undin dieser Zeit wurden die Wissenschaften durch die Knechtschaftunterdrückt, und endlich durch die Eroberung der Saracenen fastganz erstickt.
Auch bei den Israeliten haben wir Spuren chemischer Kennt-nisse, die sie aus Aegypten nach Asien brachten. Moses kanntemehrere Metalle,, er verfertigte eine glänzende kupferne Schlange,bereitete das, heilige Salböl, das heilige Rauchwerk u. s. w. Auchmedicinische Kenntnisse müssen ihnen nicht fremd gewesen seyn; sospricht Jesus Sirock vom Arzte und vom Apotheker; im 38. CapitelV. 7. heißt es: Ehre den Arzt mit gebührender Verehrung, daß duihn habest in der Roth. und im 7, Verse: und der Apotheker machtArznei daraus.
Die Phönlcier sollen die Kunst, Glas zu machen, schon vorMoses Zeiten, ohngefahr 7t>0 I. nach der Sündfluth, zufälligerfunden haben, als Schiffsleute, die am Ufer des Bolus ihre Spei-sen kochen wollten, ihre Kessel auf Stücken von Natron gesetzt, dassie geladen hatten, bei welcher Gelegenheit der Sand mit dem Na-tron durchs Feuer zu Glas geschmolzen sei,. Diese Beobachtung seyhernach durch den Scharfsinn und den Fleiß der Sidonier dergestaltzur Vollkommenheit gebracht, daß diese Stadt Ä000 Jahre langdavon einen großen Nutzen gezogen habe. Das Glas wurdedem Golde gleich geachtet, und «lange hielt man den Sand vonBolus allein zur Glasbereitung geschickt, weswegen er auch nochlange nach Chr. Geh., Ken, Zeugnisse des Strabo, Taeitusu. A. m. zufolge, daselbst gesammelt, und durch fremde Schiffe ver^führt worden ist. Den Phöniciem waren auch drei Arten der Pur-purfarbe bekannt. Alexander der Große fand bei der Erobe-rung von Susa auf 50,0yl) Talente geschätzten Purpur, der, ob-gleich 19^ Jahre alt, dennoch so lebhaft wie neuer aussah.
Bei den Chaldaern hatten die Wissenschaften schon zuvor Ein-gang gefunden, so daß sie im Alter der Wissenschaften den Aegyptern