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2 (1857)
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973
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an der Luft geht stets eine geringe Zersetzung vor sich. UnterEntweichen von etwas Chlorwasserstofisäure bildet sich Zink-oxyd, das sich mit unzersetztem Chlorzink zu einem basischenChloride, Zinkoxycblorid, verbindet. Daher kommt es auch,dass das ChJorzink gewöhnlich mit Wasser eine etwas trübeLösung giebt. Bei Darstellung grosser Mengen Chlorzink kannman ein ähnliches Verfahren, wie die Ph. Bor. zur Darstellungdes reinen schwefelsauren Zinkoxyds vorschreibt, anwenden.Statt der Schwefelsäure wird natürlich eine entsprechende Mengereiner Chlorwasserstoffsäure verwendet. Uebersehen darf manhierbei nicht, dass das rohe Zink beim Auflösen in Chlorwas-serstoffsäure im Ueberschuss zu verwenden ist. Auf 3 Th.Zink sind ungefähr 13 Th. Cblorwasserstofisäure von 1,120 spec.Gew. erforderlich.

Wird Zinkoxyd in Chlorwasserstofisäure gelöst, so bildetsich Zinkchlorid, in dem der Wasserstoff der Säure mit demSauerstoff der Base sich zu Wasser und das Zink mit dem Chlorzu Chlorzink vereinigt. ZnO und HCl bilden HO undZnCJ. Wird das gefällte basischkohlensaure Zinkoxyd inder Chlorwasserstofisäure gelöst, so wird zugleich Kohlensäuregasförmig abgeschieden. 3ZnO,C02+3HO und 3HC1 geben3ZnCl und CO 2 und 6HO. Das Chlorzink bildet sich auchdurch Erhitzen von Zinkspänen in Cblorgas. Die alten Che-miker bereiteten es durch Destillation eines Gemisches ausQuecksilberchlorid und Zink und nannten die in der Vorlagesich sammelnde wachsähnliche Masse Zinkbutter, BulyrttmZinci.

Eigenschaften. Das reine Zinkchlorid bildet ein ge-ruchloses sauerreagirendes weisses krystallinisches Pulver vonatzendem salzigen ekelhaft metallischen Geschmacke. An derLuft zieht es mit Begierde Wasser an und zerfliesst zu einerklaren Flüssigkeit.' Bei 115° C. schmilzt es zu einer kla-ren Flüssigkeit, welche beim Erkalten zu einer grauweissenMasse erstarrt. Beim Erhitzen bis zum Glühen stösst es dickeweisse Dämpfe von Chlorzink und Chlor aus und eine gelblich-weisse Masse aus Zinkoxyd und Chlorzink bestehend bleibt zurück.In Wasser, Weingeist nnd Aether ist das Zinkchlorid leichtlöslich. Die Lösungen des officinellen Präparats sind in Folgeeines Rückhaltes von Zinkoxychlorid stets etwas trübe. Ausder wässrigen syrupsdicken Lösung scheidet sich das Chlorzinkin kleinen sehr leicht zerfliesslicb.ea oktaedrischea Krystallen