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2 (1857)
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es nur mit Misstrauen von unseren Aerzten angesehen und da-her nur selten noch gebraucht wird. Die Smyrnaische undAntiochische (Antikia-) Sorte sind eine schlechte Waare.Erstere soll von Periploca Secamone Linn., Secamone AlpiniRoera. & Schult., eiroer in Aegypten einheimischen Apocynee,die andere von verschiedenen anderen Convolvulus- Arten ge-wonnen werden. Theils sind sie Kunstprodukte oder starkvermischt mit Sand, Gyps, Kreide, Mehl etc. Verwerflich istdas französische Skammon, Scammonium Gallicnm s. Mon-spelianum, welches aus dem Safte einer Asklepiadee, des Cy-nanchum Monspeliacmn, gewonnen wird. Diese verwerflichenSorten sind entweder dunkelbraun oder schwärzlich, oft vonbrenzlichem Gerüche. Den eingedickten Saft der EuphorbiaCi/parissias hat man früher unter dem Namen Scammonium Eu-roparum als Medikament gebraucht.

Aleppisches Skammon ist in der Quantität seiner Bestandtheile sehrvariirend. Den Harzgehalt, welcher als der wirksame Theil anzusehenist, hat man bei guten Sorten zu 20 bis 90 Proc. gefunden, das Gummibeträgt 1 bis 5 Proc, das Uebrige ist besonders Stärkemehl, dann Ei-weiss, Extraktivstoff, Salze. Die Aschenbestandtheile steigen bis zu 5 Proc.

Das durch Weingeist aus dem Skammon ausgezogene und einge-trocknete Harz ist als liesina Scammonii als ein weit sicheres Medi-kament empfohlen worden.

Ein gutes Skammon ist zum grössten Theile in Chloroform,Aether und Weingeist löslich. Jalapenharz ist in Chloroformund Aether wenig löslich. Andere beigemischte gewöhnlicheHarze, wie Guajakharz und Kolofon findet man beim Auflösendes Skammons in warmer verdünnter Aetznatronlauge undUebersättigung der filtrirten Lösung mit verdünnter Schwefel-säure durch einen grösseren Harzniederschlag. Bei Abwesen-heit fremder Harze erfolgt nur eine massige Trübung. (A.Buchner).

Selmm ovilliim.

Sebum s. Sevum vervecinum; Suif de Mouton; Mutton-suet;Hirschtalg, Schöpsentalg, Hammeltalg, Talg.

I*Il. Hamb. Es wird aus den Fettgefässen, besonders derNieren und des Netzes des Schafes, Ovis Ai'ies, und ande-rer Zweihufer durch Ausschmelzen und Auspressen gewon-nen. Es darf nicht alt und ranzig sein.

Ph. Bor., I8;»iui.. SL Hol».

Pll. Sax. Sevum vervecinum depuratum wird aus dem rohenTalge wie Adeps suillus curalus bereitet.