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2 (1857)
Entstehung
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709
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zengelbe Farbe annehmen und zugleich Schwefelwasserstoff-gas, nicht aber schweflige Säure ausstossen.

JPIl. II »Uli. und I*h. §ax. geben eine ähnliche Vorschrift,letztere lässt aber eine mit der dreifachen Menge destill.Wasser verdünnte Aetzlauge verwenden.

IMl« Sl. Hol*. Eine Lösung aus einer halben Unz. vor-sichtig getrocknetem Natriumsulf an timoniat in zweiund einer halben Unz. destill. Wasser wird unter Rei-ben mit anderthalb Unz. medicinischer Seifegemischt undbei gelinder Wärme zur Trockne eingedampft. Die gepul-verte Masse wird in einem gut verstopften Glase aufbewahrt.Es soll von blassröthlichweisser Farbe und trocken sein undauf Zusatz von Chlorwasserstoffsäure eine tief orangengelbeFarbe annehmen.

Dieses durch den Apotheker und Arzt Jacobi in Weimar1757 zuerst bekannt gewordene Präparat ist nach Vorschrift derersteren drei Pharmakopoen ein Gemisch aus Kaliumsulfanti-moniat, Aetzkali und Seife, nach Vorschrift der Ph. Sl. Hols.ein Gemisch aus Natriumsulfantimoniat und Seife. Es wirdkaum noch gebraucht. Da es auch bei längerer Aufbewahrungverdirbt, so ist vernünftiger Weise nur ein sehr kleiner Vor-rath davon zu halten.

Wird Goldschwefel oder öfach Schwefelantimon (SbS 3 ) ineiner Lösung des Aetzkalis gelöst, so bildet sich Kaliumsulf-antimoniat oder Schwefelantimon-Schwefelkalium (oKaS,SbS r> )und antimonsaures Kali (KaO,Sb0 5 ) 18KaO und 8SbS 5geben 5(3KaS,SbS 3 ) und 3(KaO,Sb0 3 ). Während des Ab-dampfens der Lösung findet jedoch durch den Einfluss derKohlensäure der Luft eine theilweise Zersetzung unter Abschei-dung kleiner Mengen Goldschwefel statt, welche durch Zusatzvon etwas Aetzkalilauge wieder gelöst werden müssen. DasEindampfen werde in einem porcellanenen Kasseroi, nicht inmetallischen Gefässen, noch unter Gebrauch eines metallenenSpatels vorgenommen.

Die Vorschrift der Ph. Sl. Hufs, giebt ein Präparat vonkonstanter Zusammensetzung und ist daher vorzuziehen. Extempore kann man es auch einfach durch Mischen von 1 Th.zu feinem Pulver zerriebenem Natriumsulfantimoniat mit 3 Th.gepulv. medicinischer Seife darstellen.

Ein durch den Sauerstoff der Luft zersetztes verdorbenesPräparat ist nicht ganz löslich in Wasser und lässt auf Zusatzeiner Säure nicht Goldschwefel fallen. Es enthält zuletzt kein