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wurde, ist die Seife in Salzlösungen und besonders Kochsalzlösun-gen, wenn sie nicht zu verdünnt sind, unauflöslich, währenddiese leicht freies Alkali und Glycerin aufnehmen. Für diepharmaceutische Praxis verdient die Vorschrift der Ph. Hamb.den Vorzug, insofern man nach derselben mit weit wenigerUmständen zum Ziele gelangt. Das Ausgiessen der fertigenSeife und das Formen derselben in Täfelchen jedoch ist einesehr überflüssige Arbeit, weil die medicinische Seife fast mirals Pulver Anwendung findet. In diesem Theile der Darstel-lung zeigt sich die Ph. Bor. praktischer. Dieselbe fässt auchSchweinefett verwenden, welches stearinreicher als Baumöl einean stearinsaurem Natron reichere und somit härtere Seife lie-fert. Ohne die Güte des Präparats zu beeinträchtigen, kannein frisches und gutes koJirtes Schweinefett das Olivenöl völ-lig ersetzen. Um Sicherheit in der Quantität des zu verwen-denden Aetznatrons zu haben, darf keine in Folge der Aufbe-wahrung schon kohlensäurehaltig gewordene und daher dieVerseifung erschwerende Lauge, wohl aber soll eine frischbe-reitete genommen werden. Ph. Hamb. schreibt eine Lauge von1,333 und Ph. Bor. eine von 1,335 bis 1,340 spec. Gew., alsomit einem anhydrischen Aetznatrongehalt von 23 1 /, bis 24 Proc.vor. (Vergl. S. 418). Eine solche Lauge ist zu stark und er-schwert einiger Maassen den Verseifungsprozess, indem nachder Erfahrung eine zu konc. Lauge sich weniger leicht mit derFettsubstanz und der zum Theil gebildeten Seife gegenseitigdurchdringt oder weil wegen Mangel au Lösungswasser diegebildete Seife ungelöst in der Lauge schwimmt und unverseif-tes Fett umhüllend dieses der schnelleren Einwirkung des Al-kalis entzieht. Eine dünnere Lauge ist jeden Falles bei derVerseifung von Schweinefett erforderlich. Die Ph. Bor. lässtdaher auch nach und nach Wasser zusetzen, bis die Mischunghomogen erscheint. In der Praxis ergiebt sich eine Lauge mitungefähr 16 bis 17 Proc. Aetznatrongehalt oder von 1,230 bis1,240 spec. Gew. als ausreichend. Auf 20 Unz. einer 17 pro-centigen Natronlauge nimmt man 24 Unz. Fettsubstanz. — Ummit Sicherheit alle Fetttheile zu verseifen, ist ein Ueberschussan .Natronlauge nothwendig, welchen Umstand die Ph. Bor. durcheinen späteren Zusatz von Aetzlauge anerkennt. Ein solcherZusatz ist aber überflüssig, wenn man von Vornherein die ge-hörige Menge Lauge verwendet. — Die Ph Bor. schreibt eine
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