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2 (1857)
Entstehung
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698
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mehr oder weniger grosse unförmliche, Scheiben- oder kuchen-förmige Stücke (Sanguis Draconis in \placentis). Beim Er-hitzen verbreitet es einen benzoeartigen Geruch. Eine sehrgute Sorte in linsen- und bohnengrossen Körnern scheint nichtmehr im Handel vorzukommen. Mose 11 e ist eine schön kar-moisinrothe Sorte, welche von der Afrikanischen Insel Dokohrakommt.

Ein gutes Drachenblut ist von tiefblutrother oder schwarz-rother Farbe, in dünnen Blättern durchscheinend, zerreiblich,gepulvert schön hochroth, geruch- und geschmacklos, in Wein-geist löslich. Spec. Gew. ungefähr 1,19. Die Techniker pro-biren das Drachenblut in der Art, dass sie mit einem spitzigenStücke auf einem warmen Glase oder auf einem nassgemachtenWetzsteine Striche machen. Je schöner roth der Strich ist,um so besser die Waare.

Bestandtheile des Drachenblutes sind : Harze (Drakonin), Benzoesäure,Fett, klee- und phosphorsaure Kalksalze.

üantoninum.

Cininum; Santonine; Cinin, Santonin.

Fh. IlrtlllPl.. Sil. Hol«. Dieses Präparat chemischer Fa-briken bildet farblose säulenförmige glänzende geruchloseKrystalle von anfangs nicht merklichem, hintennach etwasbitterlichem Geschmacke. In kaltem Wasser ist es kaum(in 4000 TA.), aber in 250 Th. heissem Wasser, in 44Th. kaltem und 3 Th. kochendem Weingeist löslich. DieLösungen haben einen bitleren Geschmack und verändernweder blaues noch rothes Reagenspapier. Bei gelinder Wärmeschmelzen die Krystalle und erstarren beim Erkalten zu ei-ner krysiallinischen Masse. Bei massiger Hitze sublimirtes %um Theil. Von konc. Schwefelsäure wird es ohne Wärmegelöst, auf Zusatz von Wasser aber unverändert gefällt.

Das Santonin wurde zuerst von Kahler und Ahns aus demWurmsamen [Sem. Cinae~) abgeschieden und von Oberdoerffermit gedachtem Namen belegt. Jetzt wird es fabrikmässig ingrossen Mengen dargestellt. Es werden 8 Th. zerquetschter Alep-pischer Wurmsamen mit 64 Th. Wasser und 21 Th. Kalkhydrat in einerDestillirblase gekocht, um gleichzeitig das ätherische WurmsamenöT zugewinnen. Hierauf wird das Flüssige abkolirt und der Rückstand nocheinmal mit 50 Th. Wasser und 1 Th. Kalkhydrat ausgekocht. Die durchAbsetzenlassen und Koliren geklärten und dann bis auf ein halbes Vo-lum eingeengten Flüssigkeiten werden noch kochendheiss mit Salzsäurebis zur schwachsauren Reaktion versetzt und 3 bis 5 Tage der Ruhe