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Geschmack. Durch Digestion und Rektifikation über Kohlen lässter sich zu pharmaceutischen Zwecken wieder brauchbar machen.
Die Darstellung des Jalapenharzes im Kleinen bietet inBetracht zu dem Preise des käuflichen Harzes allerdings seltenökonomische Vortheile, jedoch ist sie der sicherste Weg eingutes und echtes Jalapenharz zu erlangen. Von den Kaufleu-ten werden gemeinlich die schwereren Wurzeln zur Darstellungdes Harzes ausgesucht, die leichtere Waare aber in den Han-del gebracht.
Eigenschaften. Das Jalapenharz ist ein sehr zerbrech-liches, leicht zerreibliche3, sprödes, trocknes, aussen graubrau-nes, innen schwarzbraunes und glänzendes, fast undurchsichti-ges Harz, von sehwachem, aber unangenehmen Jalappengeru-che und scharfem, im Schlünde stark kratzenden Geschmacke,in höchstrektif. Weingeist völlig löslich, zu i / 5 Th. in Aetherlöslich, fast unlöslich in Chloroform, sowie völlig unlöslich inflüchtigen und fetten Oelen und Wasser. Spec.Gew. 1,12 bis 1,17.Das Jalapenharz ist ein Gemenge mehrerer Harze. Das hauptsächlich-ste derselben ist der in Aether unlösliche, in Weingeist lösliche Theildes Harzes, Rhodeoretin (Jalapin, Jalapinum) genannt, weil es sichmit Schwefelsäurehydrat roth färbt. Es wirkt stark purgirend. Es rea-girt schwach sauer. Mit Alkalien verbindet es sich und wird darausals Hydrat iRhodeoretinsäure) abgeschieden. Durch verdünnte Schwe-felsäure und Salzsäure wird es in Rhodeoretinolsäure und Zusker zer-setzt. Somit scheint es eine gepaarte Zuckerverbindung zu sein, wiez. B. Salicin.
Prüfung. Als Verfälschungen werden Guajakharz, Aloe,Kolopbon, Lerchenschwammharz etc. angegeben. Löst man(nach A. Büchner) das Jalapenharz in verdünnter Kali- oderNatronlauge, erwärmt die Auflösung kurze Zeit, filtrirt undfügt sodann verdünnte Schwefelsäure zu, bis die Flüssigkeitübersättigt ist, so entsteht, wenn das Harz rein ist, keine oderhöchstens nur eine geringe Trübung; ist es aber mit einem ande-ren Harze, z. B. Kolofon, Guajakharz, Lerchenschwammharz ver-mischt, so bildet sich sogleich ein starker harziger Niederschlag.Verdünnt man auch die weingeistige Lösung des Jalapenharzesmit Wasser bis zum laktesciren und setzt dann Spiritus aethereustiifrosus hinzu , so färbt sich die Mischung bläulich oder blau-grün, wenn Gunjakharz gegenwärtig ist. Auflöslichkeit in Chlo-roform, so wie im rektif. Terpenthinöl würde die Beimischungvieler anderer Harze verrathen. Mit klarem farblosen SyrupusSacchari zerrieben, darf es nach dem Verdünnen mit destill.