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liehe Farbe, oft mit kleinen röthlichbraunen Flammen. Sie sinddurchscheinend bis durchsichtig. Frische Waare hat einenschwachen Benzoegeruch. Auf glühenden Kohlen verbreitet sieeinen angenehmen Geruch, wie nach Vanille. In der Hand er-weicht sie nicht, beim Kauen klebt sie schwach an der Zunge.Der Geschmack ist nicht so kratzend wie von der folgendenSorte. Das Pulver ist frisch grauweiss und wird durch denEinfluss der Luft alsbald grünlich. Spec. Gew. 1,205 bis 1,230.
b. Guajakharz in Stücken, Resina Guaj. in massig, fliessttheils durch künstliche Einschnitte aus dem Baume, theils wirdes durch Schwelung der harzreicheren Theile des Baumes ge-wonnen. Es bildet unregelmässig geformte, mit vielen Holz-und Rindenstückchen durchmengte, dunkelbraune oder braun-grünliche Stücke, welche voller Risse und kleiner Höhlungenund mit einem pistaciengrünen Pulver bestäubt sind. Die Bruch-fläche ist uneben. Die Splitterstücke sind etwas durchscheinend.Im Ganzen ist diese. Sorte der in Tropfen oder Thränen ziemlichähnlich, der Geschmack ist aber kratzender und anhaltender.Beim Pulvern, welches keine Schwierigkeit macht, werden diein der Remanenz bleibenden Holz- und Rindenstückchen weg-geworfen.
c Es finden sich zuweilen im Handel schmutzige, ausKrümeln oder mit sehr vielem Holz und Spänen versetzte Sor-ten, welche sich.für den pharmaceutischen Gebrauch nicht eignen.
d. Das sogenannte künstliche Guajakharz, welches mandurch Extraktion des Holzes mittelst Weingeistes gewinnt, istnicht officinell. Es ist dunkler an Farbe, im Uebrigen demnatürlichen Harze an Wirkung gleich.
Eine bemerkenswerthe Eigenschaft des Guajakharzes be-steht in seiner Überausgrossen Neigung sich unter verschiede-nen Farbenänderungen in Grün und Blau zu oxydiren. Einaus der Mitte herausgeschlagenes Stück, welches noch diebraunrothe Farbe zeigt, wird dem Lichte und der Luft ausge-setzt, in kurzer Zeit auf seiner Oberfläche grün. Daher kommtes auch, dass das erst grauweisse Pulver grün wird, auch seineLösungen und Emulsionen durch oxydirende Agentien grünoder blau gefärbt werden. Die Farbe ändert sich unter Um-ständen zuletzt oft in Braun um. Reducirende Mittel und selbstwieder ein Uebermaass des Oxydationsmittels heben die Fär-bung auf. Solche oxydirende Mittel sind ausser Luft und demLichte, besonders dem violetten Lichte z. B. Eiseuchlorid, Qneck-