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2 (1857)
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617
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Abschälen ist ein übriger Luxus, denn die Rinde ist sicher derkräftigste und wirksamste Theil der Wurzel. Die Kalmuswur-zel zeichnet sich durch ihren specifischen Geruch und Geschmackaus, so dass Verwechselungen z. B. mit der Wurzel von IrisPseuducorus Linn., welche geruchlos ist und scharf zusammen-ziehend schmeckt, leicht zu erkennen sind. Die Kalmuswurzelbehält beim Aufbewahren lange Zeit ihren Geschmack und Ge-ruch. Man hält sie geschnitten, grob und fein gepulvert vor-räthig. Das Pulver bewahrt man in Gefässen aus Weissblechoder Glas. Die getrocknete Wurzel zieht Feuchtigkeit an.

Der wirksame Beslandtheil ist ein flüchtiges Oel (1 Proc). S. OleumCalami Seite 478 Die Wurzel enthält ferner Stärkemehl, Gummi, schar-fes Weichharz und bitteres Hartharz, Extraktivstoff, Salze etc. Das In-fusum der Wurzel ist trübe und sauer.

Spiritus Calami ist eine Lösung von 6 Tropfen Oleum Calami in1 Unz. rektif. Weingeist.

Radix Caricis arenaria?.

Radix Sarsaparillae Germanicae , Radix Graminis majoris s.

rubri; Racine de Carex ou de Laiche du sable; rothe Quecken-

wurzei , Sandriedgraswurzel.

l"ll. Ilailll. Eine sehr lange kriechende gegliederte knotige,aussen röthliche, innen weisse Wurzel von süsslich mehli-gem Geschmacke und terpenthinartigem Gerüche. Sie wirdim Frühling von Carex arenaria Linn. gesammelt.

Pll. Ilailll». Sie werde nicht mit den Wurzeln von Carexhirta et intermedia verwechselt, von welchen sie sich auf denersten Blick durch eine dünne runzlige, weniger anhängendeRinde, und einen weisslichen gleichfarbigen Querschnittunterscheidet. Die frische Wurzel erkennt man auch andem etwas balsamischen, den Kiefersprossen ähnlichen Gerüche.

PIi. Mann., Sl. Hcls.

Carex arenaria Linn. Sandriedgras, Sandsegge.Cyperaceae Juss. Trib. Caricinae.Monoecia Triandria Hayne Arzng. 5. T. 7.

Diese grasartige perennirende Pflanze wächst bei uns über-all in dürrem sandigen Boden. Die Ausläufer (sfolones) der-selben werden als Radix Caricis im Frühjahre gesammelt. 5 Th.geben 2 Th. trockne. Sie sind braunröthlieh, wagerecht krie-chend, zähe, sehr Jang, von der Dicke einer dünnen Schreib-feder oder eines Weizenhalmes, rund, gegliedert, an den Kno-ten mit spreuartigen schwarzbraunen zerschlitzten Blattscheiden