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2 (1857)
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570
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tilgend zeigt beinahe jede Pillenmasse, welche Aloe und nurwenig organisches Pulver enthält. Man thut daher gut, stattdes Syrups Eiwischwurzelpulver mit Wasser zuzusetzen. Kon-spergirt werden die Pillen mit Lycopodium.

Pilulae aloeticae ferratae.

Pilulae Italicae nigrae. Eisenhaltige Aloepillen.

Pll. Bor. Reines bis zur Weisse ausgetrocknetes Ferrum sul-phuricum und Aloe werden %u gleichen Theilen gemischtund mit einigen Tropfen hdchsfrekt. Weingeist zu einer Massegemacht, aus welcher 2 Gran schwere Pillen formirt wer-den. Es sollen schwarze glänzende Pillen sein.

Entwässerter Eisenvitriol wird nach der Th. I, Seite 1115gegebenen Vorschrift bereitet. Die Mischung giebt eine ganzgute Pillenmasse. Diese Pillen werden nicht konspergirt. Umihnen eine schöne Rundung und polirte Oberfläche zu geben, be-diene man sich des Fertigmachers, einer gedrechselten hölzernen,y 2 Zoll dicken, 3 Zoll imDurchmesser haltenden Scheibe *, mit einemiy 2 Linien hohen vorstehendem Rande und oberhalb mit einemstarken Knopfe a zum Anfassen. Der andere Theil des Fer-

tigmachers be-steht in einemrunden Holztel-lerr,welcher eineDicke von y 2 Zollund einen Kreis-durchmesser von 4 bis 4'/ 2 Zoll hat. Die Höhe des überste-henden Randes des Tellers beträgt ungefähr 2 Linien. Scheibeund Teller lässt man sich aus Birnbaumholz machen, jedochso, dass die Holzfasern senkrecht auf die kreisrunden Flächenauslaufen. Die auf der Pillenmaschine abgeschnittenen Pillenbringt man auf den Holzteller und sammelt sie unter der Scheibe^,mit welcher man unter sanftem Aufdrücken kleine Kreise be-schreibt, bis die Pillen gehörig rund sind. Diese Vorrichtungist ungemein nützlich. Nicht allein kann man sich dadurchdas Geschäft der Pillenformirung ungemein erleichtern, sie giebtauch so schöne runde Pillen , wie die Fingerspitzen nie zuWege bringen können. Uebrigens ist das Formiren der Pillenmit den Händen, welche bei einem viel beschäftigten Pharma-ceuten selten ein appetitliches Ansebn gewähren, Anstands hal-ber möglichst zu vermeiden.