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Unz. schweren, kuchenförmig gedrückten und abgerundetenStücken an, selten mit Mohnblättern umschlagen, gemeinlichaber mit den Sarrien von Rumex crispus, orientnlis u. a. be-streut. Einige wollen die Aechtheit des Smyrnaischen Opiumsan den „Thränen" erkennen. Mit Thränen bezeichnet mankleine dem Flohsamen ähnliche Körner aus Opium bestehend,welche man im Bruche der Opiumkuchen bemerkt und wahr-scheinlich die aus den Einschnitten geflossenen und an derLuft und der Sonne eingetrockneten Milchsafttröpfchen sind.Ein Opium auch ohne diese Thränen kann übrigens gut undecht sein.
Die Bestandteile des Opiums sind nie konstant, oft auffallend ab-weichend. Klima, Boden. Standort, Varietät der Mohnpflanze, Einsamm-lungszeit und Bereitungsart des Opiums sind darin von grossem Einfluss.Robiquet hat im Opium die Mekonsäure durch Schwefelsäure vertreten,Schindler im Konstantinopolit. Opium die Bitlererde, im Smyrnaer dieKalkerde vorherrschend gefunden. So glaubt auch Schindler zwischenden Opiumbasen ein gewisses Verhältniss autgefunden zu haben, undes soll bei vorwiegendem Morphingehalte weniger Narkotin, bei vielemKodein weniger Morphin angetroffen »erden. Einige Bestandteile fin-det man in der einen Sorte Opium, in der anderen nicht. Zucker findetsich in fast allen Opiumsorten Mulder hat 5 Opiumsorten, sämmtlichaus Smyrna ausgeführt untersucht. Folgende Tabelle enthält die Resul-tate seiner Analyse.
.. s
II
111.
IV.
6,808
8,150
9,630
1,702
10842
4,106
9,H52
2,842
0,678
0,834
0,848
0,858
6,662
7,506
7,684
0,902
0,804
0,846
0,314
1,380
5,124
3,968
7,620
7,252
2,166
1,350
1,816
4,204
6,012
5,026
3,674
3,754
3,582
2,028
4,112
2,208
25,200
31,470
21,834
22,606
1,042
2,896
0,698
2,998
19,086
17,098
21,064
18,496
9,846
12,226
11,422
13,044
2,148
2,496
0,568
2,754
V.
Narcotin ....Morph/n ....CodeVn ....Narcein ....Meeonin . . .Meconsäure. . .
Fett.....
Kautschuk . . .
Harz.....
Gummiges ExtraktGummi ....Pflanzenschleim .Wasser ....Verlust ....
6,5463,8000,620
13,2400,6086,6441,5083,2061,834
25,7400,896
18,022
14,0023,334
Viele dieser Opiumbestandtheile, besonders die Opiumalkaloide bie-ten viel Interessantes dar, wesshalb eine kurze Erwähnung und Beschrei-bung derselben hier nicht fehlen darf.
Morphin, Morphium, ist ein sehr bitterschmeckendes und das wich-tigste der Opium-Alkaloide. Es wird durch Amnion in käsigen Flockengefällt, ist in Weingeist löslich, nicht aber oder sehr wenig in Aetherund Chloroform. Durch fixe Alkalien wird es Anfangs gefällt, im Ue-berschuss derselben aber gelöst. Es krystallisirt in Oktaedern. S, Seite 367.