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2 (1857)
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419
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reines kohlensaures Natron verwenden. Die Prüfung der Aetz»natronlauge auf Reinheit geschieht in ähnlicher Art, wie unterLiquor Kali caustici' angegeben ist.

Das Aetznatron ist eine Verbindung des Natriums mit Sauerstoff.

Das Natrium, Na=23, bildet ein silberweisses glänzendes Metallvon 0,971 spec. Gew. Es wird wie das Kalium dargestellt. An der Luftoxydirt es sich weniger leicht als dieses. Auf kaltem Wasser entzündetes sich nicht, oxydirt sich aber darauf herumschwimmend unter Was-serstoffgasentwickelung mit grosser Heftigkeil. Auf heissem Wasser ent-zündet es sich jedoch. Es wurde zuerst von //. Davy 1807 dargestellt.Mit 1 Aeq Sauerstoff bildet es

Natriumoxyd, Natron, NaO=31, eine sehr kräftige Salzbase, wel-che im wasserfreien Zustande wie das wasserfreie Kaliumoxyd darge-stellt wird, mit welchem es auch grosse Aehnlichkeit hat. Mit Wasserverbindet es sich unter heftiger Erhitzung zu

Natriumoxydhydrat, Aetznatron, NaO,HO=40, welches in derGlühhitze zu einer ölähnlichen Flüssigkeit schmilzt und bei starker Weiss-glühhitze verdampft. Aus seiner wässerigen Lösung von 1,45 bis 1,5spec. Gew. krystallisirt es in vierseiligen Tafeln. An der Luft zieht esbegierig Wasser und Kohlensäure an. Es wirkt älzend wie das Aetzkali,jedoch merklich geringer, zerstört dabei aber thierische Stoffe leichterwie Pflanzenstoffe. Mit den Fetten bildet es Seifen.

Das Natriumoxyd bildet mit Säuren Salze, Natronsalze, welche leichtkrystallisirbar und mit Ausnahme des antimonsauren Natriumoxyds inWasser sehr löslich sind. Löthrohr- und Weinge sttlamme färben siegelb. Neutrale oder schwach alkalische Natronsalzlösungen werdendurch antimonsaures Kali gefällt. Siehe auch Einleitg. S. 187 unter Na-tron und Th. IL S. 174.

Natrum chloricum.

NaO,C10 5 ; Natrum muriaticum hyperoxygenatum, Natrum oxy-

chlorinicum, Chloras natricus; Chlorate de Soude, Chlorate of

Soda; chlorsaures Natron.

JPIl. HvUlll).. Hl. Hol«. Zwanzig Drachm. Weinstein-säure, gelöst in zwei Pfd heissem destill. Wasser, wer-den mit der hinreichenden Menge gereinigtem kohlensaurenNatron (37 l / 2 Drachm. Ph. iS/. Hots.) gesättigt und derfillrirten Lösung noch zwanzig Drachm. Weinstein-säure zugesetzt. Alsdann wird diese warme Lösung miteiner noch heissen Lösung ton vier Unz. fünfzehn Granchlorsaurem Kali in zwanzig Unz. (16 Un%. Ph. St. Hol».)heissem destill. Wasser gemischt, das Gemisch an einenkalten Ort gesetzt, alsdann von dem Niederschlage durchFiltration abgesondert, bis zum Erscheinen des Salzhäul-*chens abgedampft und zur Kristallisation gebracht.

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