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2 (1857)
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401
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Der farblose Essig, der sogenannte Sehnellessig (s. Th. I,S. 240) enthält stets einige extraktive Bestandteile und Zu-sätze, durch welche'die Fabrikanten demselben einen angenehmenGeschmack ertheilen und welche nach geschehener Sättigungdes Essigs mit Natron und beim Eindampfen das Gefärbtseinder Salzlösung verursachen. Um diese extraktiven und färben-den Stofie zu zerstören oder zu verkohlen, wird die Salzlösungscharf eingetrocknet und bis zum Schmelzen erhitzt. Die Vor-schrift der Ph. Stix. ist unbedingt die einfachste und in öko-nomischer Hinsicht nicht viel weniger unvortbeilb,aft, um einreines Salz zu erlangen. Die Darstellung des essigsauren Na-trons durch Zersetzung von essigsaurem Bleioxyd mittelst koh-lensauren Natrons ist bei der Erlangung des käuflichen Salzeseben so unvortheilhaft und dürfte nur in gewissen Verhältnis-sen für Manchen einen Vortheil bieten. Man verfährt dabei aufdieselbe Weise, wie unter Kali aceticum S. 133 und 134 ange-geben ist. 4 Th. Bleizucker werden durch ungefähr 3 Tb. kry-stall. Soda zersetzt. Die Zersetzung des essigsauren Bleioxydsmittelst schwefelsauren Natrons ist keine vollständige, daherdie Darstellung auf diese Weise gar nicht anwendbar.

Das essigsaure Natron lässt sich leicht in Krystalle ver-wandeln. Man dampft seine Lösung bis dahin ab, wo ein Tro-pfen derselben auf ein kaltes Eisenblech gebracht alsbald kleineKrystalle abscheidet, und setzt sie dann an einen kalten Ort.Ein Abdunsten und Krystallisirenlassen der Lösung an einemwarmen Orte kann hier nicht angewendet werden, weil in die-sem Falle ein Salz mit grösserem Krystallwassergehalte, wel-ches auch leichter verwittert, anschiesst. Die letzte Mutterlaugeist alkalisch und wird beseitigt.

Eigenschaften. Das essigsaure Natron ist ein Neutral-Salz und bildet grosse färb- und geruchlose wasserhelle spies-sige oder säulenförmige, dem monoklinischen Systeme angehö-rende Krystalle von bitterlich-salzigem Geschmacke. Es ist in2'/ a t"'s 3 Th. und auch in Weingeist (24 Th.) leicht löslich.An der Luft, besonders aber in der Wärme verwittern die Kry-stalle unter Verlust von 40 Proc. Wasser zu einem glänzendenweissen Pulver. Vergleiche übrigens über diesen Punkt dasTh.I, S. 264 und 265 Gesagte. Schon bei einer gelinden Warmeschmelzen die Krystalle in ihrem Krystallwasser, weiter erhitztverlieren sie dieses gänzlich und bilden eine pulverige Masse,welche bis auf 240° C. erhitzt schmilzt und ohne ZersetzungHager. Kommentar Bd. II. 26

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