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2 (1857)
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303
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menfation geklärte Flüssigheit auf dieselbe Weise in Fla-sehen gebracht.

Die gesammelte Flüssigkeit wird nun in demselben vomBodensatze gereinigten Kessel bei stärkerem Feuer bis aufdas gehörige spec. Gew. abgedampft, im verdeckten Kesselerkalten gelassen und dann mittelst eines Hebers in Fla-schen aus bleifreiem Glase gebracht und darin gut verpfropftaufbewahrt. Es soll eine fast farblose oder gelbliche Flüs-sigkeit sein, von 26 Proc. trockenem Aetzkaligehalt und 1,33spec. Gew.

Ex tempore kann der Liquor Kali caustici auch durchAuflösen des trocknen Aet%kalis in der hinreichendenMenge destill. Wassers bereitet werden, so dass die Lösungdas erwähnte spec. Gewicht hat.

Pll. Bor. lässt die Kaliätzlauge auf gleiche Weise wie diePh. Hamb. durch Kochen der Lösung der gereinigten Pott-asche mit Kalkbrei darstellen, erwähnt aber ein Auskochendes Rückstandes aus kohlensaurem Kalke nicht. Die dekan-tirte Flüssigkeit soll soweit eingedampft werden , bis 4 Unz.derselben ein 3 Un% - Glas anfüllen. Spec. Gew. 1,335bis 1,340. Die Vorschrift der

Ph. flflllll. ist ähnlich, schreibt aber 3 Pfd Aetzkalk, wel-cher mit 6 Pfd Wasser gelöscht ist, auf 2 Pfd gereinigtePottasche vor und lässt die dünne Lauge vor dem Absetzen-lassen durch Leinwand koliren.

PIl. Sax. Lässt 2 '/a Pfd gereinigte Poltasche mit 10 Pfdheissem Wasser übergiessen und durch Zusetzen von Aetz-kalk, welcher nur mit wenigem Wasser gelöscht ist, kausti-siren. Spec. Gew. 1,330 bis 1,340.

Von den vorstehenden Vorschriften ist die der Ph. Sl. Hols.die kürzeste und beste um schnell kleine Portionen Aetzkali-lauge darzustellen. Will man genauer eine Flüssigkeit von1,33 bis 1,34 gewinnen, so muss man 7 Skrpl Kali causlicumsiccum in 12 Skrpl Wasser lösen.

Die Vorschrift der Ph. Hamb. und Bor. ist durch die Praxisals die beste anerkannt worden. Sie ist von der Ph. Hamb. sodetaillirt wieder gegeben, dass nur noch wenig mehr daüber zusagen bleibt. Man empfahl früher den gebrannten Kalk in Pul-verform oder zu einem pulverigen Kalkhydrat gelöscht der koh-lensauren Kalilösung zuzusetzen. Derselbe zertheilt sich aber,indem er zu Klümpchen zusammengeht, nicht so gleichmässigdurch die kochende Masse, wie die breiige Kalkmilch. Dadurch,dass man den Kalkbrei in kleinen Portionen nach und nachzusetzt und die Flüssigkeit im Kochen erhält, scheidet sich die