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eine gesättigt rothbraune klare, sauer reagirende, salzig herbeFlüssigkeit, welche mit Wasser stark verdünnt durch Kalium-eisencyanür blau, dur'ch Silbernitrat weiss gefällt wird. Durchdas Sonnenlicht erleidet sie eine geringe Desoxydirnng. Ausdiesem Grund bewahrt man sie an einem schattigen Orte.
Prüfung auf Iieinheit. Ungefähr 100 Gran der Eisen-chloridlösung werden mit 3 Unz. destill. Wasser verdünnt, durchZusatz von 6 bis 7 Drach. Aetzammon gefällt, dann aufge-kocht und ßltrirt. Hinterlässt das Filtrat beim Verdampfeneiniger Tropfen und Glühen des Salzrückstandes auf PJatin-blech einen Rückstand, so enthält es fixe Bestandteile, wieAlkalien, Metalle etc. Giebt eine andere Probe des Filtrats,nachdem es mit Chlorwasserstofisäure angesäuert ist, oder dasverdünnte Präparat selbst mit Chlorbaryum eine Trübung oderFällung, so ist Schwefelsäure gegenwärtig. Die Salpetersäureentdeckt man in dem mit Chlorwasserstoff neutralisirten Fil-trate mittelst schwefelsauren Eisenoxyduls und konc. Schwefel-säure, wie Tb. 1. S. 177 und 351 näher angegeben ist.
Eisen verbindet sich mit Chlor direkt, wenn es bei höheren Tem-peraturgraden damit in Berührung kommt. Es bildet damit 2 Verbin-dungen: Eisenchlorür und Eisenchlorid.
Das Eisenchlorür, einfach Chloreisen, FeCl. Seine Darstellungund Eigenschaften sind schon unter Ferrum chloratum und Liquor Fernchlorali erwähnt. S. d,
Das Eisenchl orid, anderthalbfach Chloreisen, Fe 2 Cl 3 , wird im was-serleeren Zustande durch Erhitzen von Eisendrath ih einer Tubulatretorteund Darüberleiten von trocknem Chlorgase gewonnen. Das gebildeteEisenchlorid verflüchtigt sich hierbei und setzt sich in dem kälterenTheile des Apparats in Form metallglänzender eisenschwarzer Krystall-blättchen an, welche mit Regenbogenfarben spielen und sich schon einigeGrade über dem Wasserkochpunkte verflüchtigen und sublimiren. Auchgewinnt man das trockne Eisenchlorid nach Vorschrift der I'h. Sl. IIols.Vergl. unter Ferrum sesquichloratum Th. I. S. 1109 bis 1111. An der Luftzieht es Feuchtigkeit an und zerfliesst zu einer dunkelrothbraunen Flüs-sigkeit, dem Oleum Mortis. Es ist in Wasser, Weingeist und Aether lös-lich. Mit Wasser geht es mehrere krystallisirte Verbindungen ein. Wirddie Eisenchloridlösung bis zur Syrupskonsistenz abgedampft, so setzensich aus derselben an einem kühlen Orte warzenförmige Krystallkonglo-merate ab, welche sich allmählig vermehren und um so schneller, wenndie Flüssigkeit durch einmaliges Umrühren erschüttert ist Nach eini-gen Tagen lässt man die Mutterlauge abtropfen, spült mit etwas kaltemWasser nach und trocknet sie durch Drücken zwischen Fliesspapier.Zum Abstossen der Krystallkrusten darf man keine eiserne Spatel an-wenden. Lassen sie sich schwer von den Gefässwänden lösen, so darfman nur diese von Aussen gelind erwärmen, bis die anliegende Krystall-Hager. Kommentar Bd. II 19