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2 (1857)
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285
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desl. "Wasser gelöst, dass die Lösung, nachdem sie durchAbselzenlassen geklärt ist, ein spec. Gew. von 1,48 hat.Es soll eine gesättigt rothbraune, klare, von Salpetersäuremöglichst, aber von Kupfer und Eisenoxydul völlig freieFlüssigkeit sein.

Pll. Sax.. Ferrum oxydatum rubrum, vier Unz., wird mitsechzehn Unz-. Chlorwasserstoffsäure 2 Stundenlang in einem Glaskolben gekocht, die Flüssigkeit filtrirl undim Dampfbade bis zu einem spec. Gew. von 1,495 bis 1,505eingedampft.

Pli. IIa iiii. Ferrum muriaticum oxydatum (Eisenchlorid~) wirdin gleichviel destill. Wasser gelost und die Lösung filtrirt.

Pll. Sl. Hols. Eine ex tempore bereitete Lösung aus vier Th.Ferrum muriaticum oxydatum und sechs Th. deslill. Wasser.

Der Liquor Ferri sesquichlorati ist eine wässrige Lösungdes Eisenchlorids, welches die Ph. Hmn. und Sl. Hols. auchin trockner Form vorräthig halten lassen. Vergl. unter Fer-rum sexquichloralnm, Th. I. S. 1109. Da das Eisenchlorid jenach den Umständen mit verschiedenen Antheilen Wasser kry-stallisirt und auch sehr leicht feucht wird und zerfliesst, so ha-ben die Ph. Bor., Hamb. und Sax. nur eine Lösung desselbenvon einem bestimmten Gehalte recipirt. Zur Darstellung die-ser Lösung wird nach den beiden ersteren Pharmakopoen dasEisenchlorür, FeCl, in Chlorid, Fe 2 Cl 3 , verwandelt, indem sieder heissen Lösung von 2 Aeq. Eisenchlorür noch 1 Aeq. Chlor-wasserstoflsäure (HCl) und eine entsprechende Menge Salpeter-säure (NO 5 ), welche letztere nämlich aus der Chlorwasserstoff-säure das Chlor frei macht, zusetzen lassen. Das freie Chlorverbindet sich mit dem Eisenchlorür und bildet damit Eisen-chlorid. Stickstoffoxyd (NO 2 ) entweicht hierbei und bildet mitSauerstoff aus der Luft Untersalpetersäure (NO*), welche inForm dunkelgelbrother Dämpfe aufsteigt. — 3HC1 und NO 3bilden 3C1 und 3HO und NO 2 . — NO 2 und 20 bilden NO*. —6FeCl und 3HC1 und NO 3 bilden 3Fe 2 Cl3 und 3HO und NO 2 .(Vergl. auch Acidum chloro-nitricum).

Die Vorschrift der Ph. Bor. ist eine wenig praktische undauch mangelhafte. Abgesehen davon, dass sie unnöthiger Weisedie Verwendung eines schon mit Genauigkeit und Sorgsamkeitdargestellten Präparats, des Liquor Ferri chlorali fordert, schreibtsie einen zu kleinen Zusatz von Chlorwasserstoff'säure, dessenChlor das Chorür in Chlorid verwandeln soll, vor. Das Aeq.Gew. des Liquor Ferri chlorali von 1,255 spec. Gew. ist =260,