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zende, durchscheinende, harte, zerbrechliche, geruchlose undschwach bitterlich zusammenziehend schmeckende Substanz, wel-che in Form einer bis zu 2 Linien dicken, runzlichen zelligenund mit Löchern durchbohrten Rinde an dünnen 1 bis 3 Zolllangen Aestchen sitzt. Auf glühende Kohlen geworfen verbrei-tet es anfänglich einen angenehmen, hernach einen widerlichenempyreumatischen Geruch. Angezündet brennt es mit Flamme.Wasser löst es nicht auf, wird aber beim Kochen roth tingirt.Oele lösen es gleichfalls nicht, wohl aber zum grössten TheilAether und Weingeist.— Das Körnerlack, gekörntes Lack,Samenlack, Lacca in granis, ist das von den Aesten befreiteund durch Abwaschen zum Theil seines Farbestoffs beraubteStocklack. Das beste bildet durchscheinende, helle, reine, gelb-bräunliche Körner. Die Bestandteile des Lacks sind mehrere th'eilsin Aether, theils in Weingeist lösliche Harze, Wachs, Fettsäuern, Extrak-tivstoff, Farbestoff. Das Schelllack, Lacca in tabulis, Scheibenlack, istseines Farbestoffes beraubter und durch Schmelzen und Koliren gerei-nigter Körnerlack, welcher zwischen Pisangblättern zu dünnen Schei-ben gepresst ist. Es ist hart und spröde, orange bis braunroth. Je hel-ler an Farbe und je durchsichtiger es ist, um so mehr wird es geschätzt.In seiner Hauptmasse besteht es aus einem sauren Harze, dem Lack-harze. Das Schellack schmilzt leicht und ist grössten Theils in Wein-geist und in Aether löslich. Um es zu bleichen, löst man es in Kali-lauge und leitet in diese dunkle Lösung Chlorgas, bis diese bleicht undsich Harz auszuscheiden beginnt. Durch Zusatz von einer verdünntenSäure wird das gelöste Harz völlig abgeschieden. Das Schelllack hateine ausgebreitete technische Anwendung. Zur Bereitung des Siegel-lacks werden 12 Th. Schellack, 10 Th. Vened. Terpenthin, | Perubal-sam durch Schmelzen vereinigt und dann noch heiss mit einer präp.Mischung aus 6 bis 12 Th. Zinnober und 6 bis 8 Th. Schlämmkreidegut vermischt. Geringeren Sorten giebt man einen Zusatz von Burgundi-schem Harze (10 bis 15 Th.) und Englischroth statt des Zinnobers. —Politur ist eine Lösung des Schellacks in 7 bis 8 Th. böchstrektif.Weingeist. Eine solche in halbsoviel Weingeist und auf Taffent gestri-chen giebt ein vorzügliches Heftpflaster. — Geschmolzenes Schelllackist ein vorzüglicher Kitt für Porcellan und Glas.
liacca jflusci.
Lacca coerulea, Lacca musica; Tournesol; Litmus; Lackmus,
blauer Lack.
l"Il. SI. Hol.»». Ein eigenthümlicher Farbestoff aus der auf denKanarischen Inseln wachsenden Roccella tinctoria Acharius(Liehen Roccella Linn.) und der auf den Riffen der Schwe-dischen Küste wachsenden Lecanora tartarea Ach. (Liehentartareum Linn.) durch Zusatz alkalischer Stoffe und Gäh-