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2 (1857)
Entstehung
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1*1». Sl. Mols. Es werde von der zweijährigen Pflanze vorder Blüthe gesammelt.

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liUrtiica vir««» Linn. Giftlattig, giftiger Salat.Compositae. Trib. Cichoraceae. Juss. Syngenesia aequalis.Hayne Arzng. 1. T. 30.

Diese narkotische ein - und zweijährige Pflanze wächstbei uns hin und wieder an Wegen, Dämmen, Hecken, häufi-ger im südlichen Europa, wird aber auch bei uns in Gärtenkultivirt. Zu diesem Zwecke wird der im Oktober reit wer-dende Samen in einen sandigen mürben, gut gedüngten unddurcharbeiteten Boden leicht eingeharkt. Im April des anderenJahres kommen die Pflanzen hervor, welche vom Unkrautereingehalten und einmal behackt werden müssen. Der unge-fähr 2 Fuss hohe runde Stengel ist oberhalb rispig-ästig, unter-halb mit Stacheln besetzt. Er trägt wagerecht abstehende,sitzende, stachelspitziggezähnelte, auf dem unterhalb hervorste-henden Mittelnerven (carina) mit Stacheln besetzte, stumpfe,an ihrer Basis pfeilförmiggeformte, graugrüne Blätter, von de-nen die unteren gebuchtet, die oberen ganz sind. Die gelbenBlüthen bestehen aus 20 bis 25 zungenförmigen Zwitterblüm-chen. Die frische Pflanze hat einen narkotischen unangeneh-men Geruch und ist mit einem scharfbitteren Milchsafte ange-füllt. Die Pflanze blüht im Juli und August. Verwechseltkann sie werden mit

Lactuca Scariola L. C Spitze aufwärtsstehende, sehrotsägeförmigHayne Arzng. 1. T. 46. vfiederspaltige Blätter. Ist weniger narkotisch.Sonchus oleraceus L.i Keine am Rande stachelspitzige und an denHavne Arzn°- 1 T 48 I Mittelnerven auf der unteren Blattfläche mity °' ' \Stacheln besetzte Blätter.

Nach Klink röthet der frische Saft des Giftlattigs Lackmus. DurchSäuren und Weingeist wird er zum Gerinnen gebracht, an der Luft wirder gelb, macht das Wasser erst milchig und giebt damit allmählig einerothgelbe Auflösung, indem sich ein ansehnlicher Theil unaufgelöst ab-setzt. Röhnfce fand in der frischen Pflanze freie Aepfelsäure, Citronen-säure und Bernsteinsäure, aber keine Oxalsäure, welche letztere sichaber im Laktukarium findet. Der vom Eiweissstoffe und grünem Satz-mehle befreite Saft gab ein bräunlichgrünes Extrakt ohne merklich vi-rösen Geruch, aber von Anfangs salzigem, dann sehr bitlerem Ge-schmacke. Weingeist von 0,800 spec. Gew. entzog ihm einen ziemlichenAntheil Seipeter; wässriger Weingeist löste den bitteren Extraktivstoffauf, Wasser den Schleim und liess einen grauen Satz zurück, der ausKalk und Talkerdesalzen bestand. 8 Th. des getrockneten Milchsaftesgaben an Bestandtheilen: 4,1 in Wasser lösliche Theile; 0,7 Wachs; 0,6